Nach jeder Wahl staunen Journalisten, dass AfD-Wähler von den Skandalen der Partei «unbeeindruckt» seien. Die eigentliche Ursache übersehen sie
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Nach jeder Wahl staunen Journalisten, dass AfD-Wähler von den Skandalen der Partei «unbeeindruckt» seien. Die eigentliche Ursache übersehen sie

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Nach jeder Wahl staunen Journalisten, dass AfD-Wähler von den Skandalen der Partei «unbeeindruckt» seien. Die eigentliche Ursache übersehen sie
Nach jeder Wahl staunen Journalisten, dass AfD-Wähler von den Skandalen der Partei «unbeeindruckt» seien. Die eigentliche Ursache übersehen sie
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Noch in den letzten Tagen der Sowjetunion beteuerten verbohrte Kommunisten, dass sich das Problem mit der Religion von selbst erledigen würde. Ihr Beweis: Nur alte Weiblein besuchten die Gottesdienste. Irgendwann würden sie sterben. Was sie übersahen: Siebzig Jahre lang waren immer wieder neue Generationen alter Weiblein nachgewachsen. Die Religion war lebendig.

Bernd von Jutrczenka/DPA/Keystone
AfD-Fraktions-Vorsitzende Alice Weidel und Tino Chrupalla.
Bernd von Jutrczenka/DPA/Keystone

Eine ähnliche Denkblockade befällt Deutschlands Mainstream-Journalisten bei der AfD. Nach jeder Wahl staunen sie, dass sich AfD-Wähler «unbeeindruckt von den Machtkämpfen, von den Skandalen und den Fällen von Vetternwirtschaft in der Partei» zeigten.

Das suggeriert, dass AfD-Wähler eine feste Grösse sind, ein harter Kern von Unbelehrbaren, die gleichsam ihre Seele dem Teufel verkauft hätten.

Das übersieht freilich, dass es von Wahl zu Wahl mehr AfD-Wähler gibt, dass immer weniger Bürger sich von der Hetzkampagne gegen die Partei beeindrucken, geschweige denn verängstigen lassen.

Vielleicht ist es ja etwas ganz anderes, das die Wähler nicht mehr beeindruckt: das herrschende Parteien-Oligopol.

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