Die USA haben nach eigenen Angaben auch das zweite Besatzungsmitglied eines über Iran abgeschossenen F-15E-Kampfjets geborgen. Das Pentagon bestätigte laut AP die Rettung des vermissten Fliegers, Präsident Donald Trump sprach auf Truth Social von «einer der kühnsten Such- und Rettungsoperationen in der Geschichte der USA».
U.S. Air Force/Matthew Bruch/AP/Keystone
Damit ist die zweitägige Suchaktion nach dem Waffensystemoffizier des Jets beendet. Der erste Mann der Besatzung, der Pilot, war bereits kurz nach dem Abschuss in Sicherheit gebracht worden. Nach übereinstimmenden Berichten von Reuters, AP und Axios wurde der zweite Offizier in einem riskanten Einsatz tief in iranischem Gebiet geborgen. Trump erklärte, der Mann sei verletzt, werde aber «ganz in Ordnung sein». Zugleich betonte er, bei dem Einsatz sei kein Amerikaner getötet worden.
Nach Angaben amerikanischer Medien setzte das US-Militär für die Rettung Spezialkräfte, Hubschrauber, Transportflugzeuge, Kampfflugzeuge und Drohnen ein. Reuters berichtete unter Berufung auf US-Vertreter von einem Feuergefecht am Boden, als iranische Kräfte sich dem Versteck des Offiziers näherten. Wie die New York Times zudem meldete, wurden mehrere US-Luftfahrzeuge beschädigt; mindestens zwei Maschinen mussten von den eigenen Truppen zerstört werden, nachdem sie auf einer improvisierten Piste festgefahren waren, um sie nicht in iranische Hände fallen zu lassen. Auch ein beschädigter Hubschrauber soll gesprengt worden sein. Eine Täuschungsoperation des Geheimdienstes habe iranische Kräfte zusätzlich in die Irre geführt.
Iran stellte den Vorfall anders dar. Staatliche Medien berichteten, eigene Kräfte hätten mehrere US-Fluggeräte abgeschossen. Zudem seien bei Angriffen im Umfeld der Rettungsaktion mindestens fünf Menschen getötet worden. Unabhängig überprüfen liessen sich diese Angaben zunächst nicht.