Der Milchunternehmer Theo Müller bringt nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg eine mögliche Zusammenarbeit von CDU und AfD ins Gespräch. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sagte der Molkerei-Milliardär: «Die CDU muss sich nicht kleinmachen und Juniorpartner von Cem Özdemir werden. Sie könnte stattdessen auch mit der AfD regieren oder sich von ihr dulden lassen.»
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Hintergrund sind die knappen Kräfteverhältnisse nach der Wahl vom 8. März. Die Grünen wurden mit 30,2 Prozent stärkste Kraft, die CDU erreichte 29,7 Prozent. Beide Parteien verfügen im neuen Landtag über gleich viele Sitze. Dennoch beanspruchen die Grünen das Amt des Ministerpräsidenten. Ein Vorschlag aus der CDU, das Amt während der Legislatur zu teilen, wurde von Grünen-Politiker Cem Özdemir abgelehnt.
Müller, seit mehr als dreissig Jahren CSU-Mitglied, rät der CDU zu einem offensiven Vorgehen. «Auf jeden Fall sollte die CDU bei der Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken», sagte er. «Die Wahl ist geheim. Wer dort am Ende wen wählt, weiss niemand.» Zudem erklärte er mit Blick auf AfD-Politiker Markus Frohnmaier: Dieser mache «einen sehr guten Eindruck».