Trotz einer offiziellen Entschuldigung der BBC plant Donald Trump eine milliardenschwere Klage gegen die britische Rundfunkanstalt. Der US-Präsident kündigte am Freitag an Bord der Air Force One an: «Wir werden sie auf eine Summe zwischen einer und fünf Milliarden Dollar verklagen, wahrscheinlich nächste Woche. Wir müssen das tun.»
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Hintergrund ist ein Bericht der BBC-Sendung «Panorama» über den Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar 2021. Ein irreführender Schnitt in der Sendung hatte Trump so dargestellt, als würde er seine Anhänger direkt zu Gewalt aufrufen. Die BBC hat den fraglichen Beitrag mittlerweile aus dem Programm genommen und sich bei Trump entschuldigt – ein Schritt, der auch zum Rücktritt von BBC-Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness führte.
Trotz Entschuldigung und der Entscheidung, die fragliche Episode nicht erneut auszustrahlen, wies die BBC die Forderung nach Schadenersatz zurück. In einem Schreiben an Trumps Anwälte, über das der Guardian berichtet, begründete der Sender seine Haltung damit, dass der Beitrag nur im Vereinigten Königreich ausgestrahlt worden sei und Trump kurz darauf wiedergewählt wurde – ein Schaden sei also nicht erkennbar.
Trump, der in einem Interview mit GB News die BBC der «Korruption» bezichtigte, betonte, die Bearbeitung sei «unfassbar» gewesen. «Ich habe eine schöne Rede gehalten, und sie haben daraus keine schöne Rede gemacht», so der Präsident. Er verwies auch auf einen ähnlichen Streit mit CBS, der mit einem Millionenvergleich endete. Eine offizielle Klage gegen BBC wurde bisher noch nicht eingereicht.