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Nach Messerattacke in Dresden: Amerikanisches Opfer spricht von «Einwanderungsproblem» in Deutschland

In der Nacht auf Sonntag ist ein 21-jähriger Amerikaner in einer Dresdner Strassenbahn niedergestochen worden, nachdem er zwei Männer zur Rede stellte, die laut Polizei weibliche Fahrgäste belästigt hatten. Die Täter flüchteten, einer wurde festgenommen – jedoch wieder freigelassen. Der Haupttäter ist weiterhin auf der Flucht.

SEBASTIAN KAHNERT / KEYSTONE
Nach Messerattacke in Dresden: Amerikanisches Opfer spricht von «Einwanderungsproblem» in Deutschland
SEBASTIAN KAHNERT / KEYSTONE

Der Vorfall ereignete sich gegen 0.25 Uhr in der Linie 7 an der Haltestelle Neustädter Markt. Der junge Mann, der sich einmischte, wurde mit einem Messer im Gesicht verletzt. Die Polizei nahm kurz darauf einen 21-jährigen Syrer fest. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kann diesem jedoch der Messerangriff nicht zugeordnet werden. Haftgründe hätten nicht vorgelegen.

Der Verletzte meldete sich später aus dem Krankenhaus über Instagram zu Wort – mit deutlichen Worten: «Wenn ihr nicht glaubt, dass Europa – speziell Deutschland – ein Einwanderungsproblem hat, dann lasst mich euch was erzählen.» In dem Video trägt er eine blutdurchtränkte Bandage an Mund und Nase. Der Mann kritisiert nicht nur die Tat selbst, sondern auch das politische Klima in Deutschland, das solche Vorfälle möglich mache. Der Syrer, der kurzzeitig in Gewahrsam war, sei laut ihm «nicht einmal ein EU-Bürger» und gehöre «nicht hierher».

Der Verletzte war als Jugendlicher mit seinem deutschen Vater nach Deutschland gezogen. Er hatte zunächst bei der Dresdner Feuerwehr gearbeitet und in Ostdeutschland Mixed-Martial-Arts-Kämpfe bestritten. Diese Zeit, so sagt er laut Welt, habe eine «Liebe für Deutschland» in ihm hervorgebracht.

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