Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat gegen Sanija Ameti Anklage erhoben. Auslöser ist ein Vorfall im September 2024, bei dem die damalige GLP-Politikerin und immer noch Co-Präsidentin der Operation Libero mit einer Luftpistole auf ein Bild von Maria und Jesus geschossen hatte. Die Schüsse trafen eine Katalogseite eines Auktionshauses und sorgten landesweit für Empörung.
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Ameti veröffentlichte zwei Fotos des durchlöcherten Motivs auf Instagram – versehen mit dem Kommentar «abschalten». Zwar löschte sie den Beitrag rasch wieder und entschuldigte sich öffentlich, doch die Kritik liess nicht nach. Parteichef Jürg Grossen forderte daraufhin ihren Ausschluss aus der GLP, Ameti trat im Januar 2025 freiwillig aus. Seitdem politisiert sie parteilos im Zürcher Stadtparlament.
Der Vorfall hatte auch berufliche Konsequenzen: Ameti verlor ihre Stelle in einer PR-Agentur. Die nun erhobene Anklage bringt die Debatte erneut in den Fokus. Es gehe um die Frage, ob Ametis Handeln strafrechtlich relevant sei oder unter die Meinungsfreiheit falle.