US-Präsident Donald Trump wird demnächst nach China reisen, um sich mit Staatschef Xi Jinping zu treffen. Wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilte, war die Einladung nach einem «sehr guten» Telefonat über Handelsfragen erfolgt. Es war das erste direkte Gespräch zwischen den beiden seit Januar.
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Der Anruf dauerte laut Trump rund neunig Minuten und konzentrierte sich fast ausschliesslich auf Handelsfragen. Er sprach von einem «positiven Ergebnis für beide Länder» und kündigte an, dass Delegationen aus Washington und Peking bald zusammenkommen würden. Ein Ort für das geplante Vortreffen steht noch nicht fest, berichtet die britische Zeitung Guardian.
Im Zentrum der Gespräche standen unter anderem Zölle sowie der Export chinesischer seltener Erden – kritische Rohstoffe für Elektroautos und Smartphones. Die USA hatten im Mai mit China ein Abkommen zur Senkung wechselseitiger Strafzölle unterzeichnet. Dieses sah eine neunzigtägige Frist dazu vor, weiterführende Regelungen zu erarbeiten.
Während Trump auf Annäherung setzt, forderte das chinesische Aussenministerium, die USA sollten «eine realistische Sichtweise einnehmen» und «negative Massnahmen» gegen China zurücknehmen. Peking hatte im April den Export zahlreicher strategischer Mineralien ausgesetzt – eine Entscheidung, die weltweite Lieferketten empfindlich traf.