Nach vier Tagen heftiger Gefechte haben Kambodscha und Thailand Friedensgespräche für Montag in Malaysia angekündigt. Beide Länder wollen damit auf eine Einladung des malaysischen Premierministers Anwar Ibrahim reagieren, um den eskalierenden Grenzkonflikt zu entschärfen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor öffentlich einen sofortigen Waffenstillstand gefordert. Auf Truth Social erklärte er: «Beide Parteien suchen nach einem sofortigen Waffenstillstand und Frieden.» Gleichzeitig stellte er wirtschaftliche Konsequenzen in Aussicht: «Ich werde mit keiner Seite Handelsgespräche führen, solange nicht der Kampf aufhört.»
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Trotz Trumps Aufruf zum sofortigen Waffenstillstand kam es am Sonntag erneut zu Kämpfen entlang der umstrittenen Grenze. Laut thailändischem Militär hätten kambodschanische Truppen zivile Ziele beschossen – darunter ein Tempel und ein Krankenhaus. Kambodscha warf Thailand wiederum den Einsatz schwerer Artillerie und völkerrechtswidriger Munition vor. Laut BBC hatte Kambodscha bereits zuvor einen Waffenstillstand vorgeschlagen – auch deshalb, weil die eigenen Streitkräfte gegenüber der überlegenen thailändischen Armee zunehmend Boden, Gerät und Territorium verlieren.
Die bisherigen Auseinandersetzungen forderten mindestens 33 Todesopfer, über 150.000 Menschen wurden evakuiert. Mit den geplanten Gesprächen hoffen beide Seiten nun auf eine diplomatische Lösung.