Die Nato hat laut einem Bericht von Politico begonnen, Begriffe zu Klima, Geschlechtervielfalt und Inklusion aus offiziellen Dokumenten zu streichen oder abzumildern. Ziel sei es, Konflikte mit der US-Regierung unter Präsident Donald Trump zu vermeiden. Die Änderungen betreffen insbesondere Formulierungen zu Diversität, Gleichstellung und Umweltaspekten, heisst es.
In den neu ausgearbeiteten Nato-Richtlinien würden umstrittene Begriffe nun durch neutralere ersetzt. So werde etwa «grüne Technologie» durch «innovative Technologie» ersetzt, und statt «Klima» sei nun vom «operationellen Umfeld» die Rede. Hintergrund ist eine breit angelegte Reformagenda Trumps, die sich gegen sogenannte DEI-Programme (diversity, equity, inclusion) richtet. Diese seien aus Pentagon, Bildungswesen und öffentlichen Institutionen weitgehend entfernt worden.
Ein Nato-Beamter spricht davon, dass es «keine woke Agenda» sei, sondern «Teil einer militärischen Strategie». In der Praxis bedeute das, dass Begriffe wie «Gender» oder «Frauen, Frieden und Sicherheit» aus den Texten verschwinden, aber trotzdem darüber gesprochen werde.