Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Freitag, dem 20. Februar 2000. 26, seit gestern am Start, die neue gedruckte Weltwoche mit der Titelgeschichte Elon Musk, der Leonardo da Vinci unserer Zeit, Renaissance-Genie, Universal, Mensch genialer Unternehmer, der nach den Sternen greift, buchstäblich. Er möchte auf dem Mond eine bewohnbare Stadt errichten, die sich selber baut. Das sind die Träume von Elon Musk, aber er ist ein Mann der Südafrikaner. der eben diese Träume auch verwirklicht. Der übrigens gesagt hat, sein Autokonzern Tesla werde in naher Zukunft nicht mehr Autos, sondern Roboter bauen und zwar Millionen davon mit gewaltigen Produktivitätsfortschritten für unsere Gesellschaften. Er ist auch der Meinung, dass man in Zukunft gar nicht mehr arbeiten müsse, weil eben sozusagen diese computerisierte, automatisierte Welt den Wohlstand generiert. Das sind Utopien. Die sind alt, die haben wir schon früher gelesen, auch literarisch ausgekundschaftet. Bin nicht so sicher, aber auf jeden Fall überfällig, eine Würdigung des Elon Musk. In der EU, in Europa, zum Teil auch in der Schweiz, belächelt man ihn, macht man sich über ihn lustig, feindet man ihn an. Eine süffisante Schmollwinkel-Mentalität, ein Hohlengelächter da und dort zeigt, eben In der EU eine Mentalität um sich greift, die Leistung nicht mehr bewundert, sondern Leistung verlacht, verteufelt und ächtet. Das ist eine gefährliche Entwicklung, zeigt sich auch in steigenden Steuersätzen. Ich habe darüber gesprochen mit Leonhard Fischer in den Schlagzeilen der Weltwirtschaft. Das ist ein ganz interessantes Phänomen. Der Economist hat aufgedeckt, dass die Reichsten der Reichen, die Reichen immer reicher werden. Das stimmt, aber aufgrund der steigenden Steuerbelastung, haben sie am Schluss weniger Geld zur Verfügung. Also sie werden faktisch gar nicht reicher, weil ihnen das, was sie zusätzlich erwirtschaftet haben, weggenommen wird durch einen alles verschlingenden Steuerstaat mit immer grösseren Schuldenbergen. Und in diesem Zusammenhang werden dann auch entsprechende politische Manöver abgezogen, von denen wir in dieser Ausgabe noch sprechen werden. Greifen die USA Iran an? Ja, das kann. Je nach Aufzeichnungstermin dieser Sendung die Realität dann zeigen. Auf jeden Fall braut sich da gegen Teheran eine mächtige amerikanische Armada zusammen mit Kampfkreuzern und Flugzeugträger und Hunderten von Kampfjets. Es sieht so aus, als könnte sich da der militärische Himmel verdüstern. Allerdings bei Trump am Ende ist er kein Kriegsbegeisterter, sondern er ist einer, der Deals machen will. der Druck aufsetzt, vielleicht auch militärischen Druck aufsetzt, um aber Verhandlungslösungen zu bekommen. Einfach ein Regime wegzufetzen, wegzubomben. Wir werden es sehen. Es sieht danach aus, aber es muss nicht so herauskommen. Rückblende vor vier Jahren. Eskalation des Ukraine-Kriegs. Ich sage bewusst Eskalation, nicht Beginn, denn der Krieg hat angefangen als Bürgerkrieg 2014. Mit den Sezessions-Absetzungsbewegungen im Osten der Ukraine, das hat dann das Regime in Kiew, ich sage Regime, weil die sich damals an die Macht geputscht haben, unter Ausbremsung von Neuwahlen, die eigentlich versprochen waren. Das wird immer wieder ausgeblendet in dieser geschichtsklitternden Betrachtung, beziehungsweise wir schauen die Geschichte ja gar nicht an. Es ist ja eine Zeitenwende 2022 und bei einer Zeitenwende darfst du dich ja nicht fragen, was vorher war. Kompletter Unsinn, es gibt keine Zeitenwenden, es gibt historische Ereignisse, Aktion, Reaktion, die sich auf zum Teil schwer entschlüsselbare Weise beeinflussen. Also der Krieg hat eigentlich begonnen 2014 in seiner heissen Ausprägung, die Konflikte schwelen schon länger, die Auseinandersetzungen, also auch da, die Periodisierung ist nicht so einfach, wie man ihnen einredet. Es hat... Es hat Sezessions- und Absetzungsbewegungen gegeben im Donbass, es hat sie gegeben bei der Krim, es hat eine Volksabstimmung gegeben. Ja, natürlich auch unter russischer Beeinflussung. Die russischen Streitkräfte sind dort stationiert, auf Sevastopol ist klar. Einfluss und Reinfunkereien gegeben, wie das aber auch andere Grossmächte machen. Weder zu entschuldigen noch zu verteufeln. Man muss es einfach zur Kenntnis nehmen. Tatsache aber ist, dass die Krim zu Russland gehört heute. Und ich glaube nicht, dass sie mit vorgehaltener Pistole gezwungen werden müssen, bei Russland zu bleiben. Das wird bei uns auch ausgeblendet. Also die Abspaltung der Krim ist mindestens so legitim wie die Abspaltung des Kosovo. von Serbien, die bei uns ja sofort völkerrechtlich beglaubigt wurde, was auf russischer Seite natürlich als willkürlich und unfair wiederum gegenüber der Situation in der Ukraine im Osten dieses Landes gesehen wird. Also diese Sezession hat angefangen. Kiew natürlich, die Regierung damals, ein Regime, das sich mit einem Putsch an die Macht brachte und der Ausbremsung von Wahlen, die eigentlich versprochen waren. Und dieses Regime hat dann einen... Krieg angefangen gegen diese Ostgebiete und 2022 ist das Ganze so hochgeschossen, dass die Russen wiederum mit etwa 170'000, 190'000 Soldaten eingefallen sind. Das ist keine Invasionsarmee, aber sicherlich hat sich Putin damals verkalkuliert. Er glaubte, dass die Ukraine zusammenfallen werde, politisch wie ein Kartenhaus. Darum auch der Vorstoss nach Kiew, der sich rückblickend als grosser PR-Fehler in diesem Sinn im Kampf um die Lufthoheit der Einschätzungen und der Meinungen erwiesen hat. Auf jeden Fall ist die Zielsetzung, die der Kreml mit dieser Intervention beabsichtigte, ich glaube nicht richtig wiedergegeben, wenn man sagt, sie wollten die Ukraine erobern. Wenn du ein Land erobern willst, musst du mehr Truppen einsetzen. Nein, es ist darum gegangen, diesen Bürgerkrieg zu stoppen und vor allem auch den NATO-Vormarsch, die faktische bereits stattfindende NATO-Eingliederung der Ukraine. aufzuhalten, zurückzuwerfen. Das ist die Situation, das ist meines Erachtens die Genese dieses Krieges. Und sehr interessant, dass Putin, vielleicht ähnlich wie Trump, mit dieser Militärintervention bezweckte, weil alles andere nicht fruchtete, Kiew an den Verhandlungstisch zu bringen, um eben eine Lösung diplomatisch, die man über Jahre versucht hatte hinzukriegen, endlich zu realisieren. Und tatsächlich kam es ja dann. im April 1922 zu diesen Verhandlungen in Istanbul. Man stand nahe bei einer Einigung. Zelensky twitterte bereits, man werde eine neutrale Ukraine sehen. Er habe nichts dagegen, doch dann die Intervention der Briten, der Amerikaner, den Krieg fortzusetzen, um Russland zu schwächen. Die Geopolitik hat sich da gewissermassen hineingedrängt in diese Auseinandersetzung zwischen zwei ehemaligen Sowjetrepubliken, könnte man sagen, zwischen Russland und der Ukraine. Ukraine, aber eben Armee-Einsätze, Armee-Aufmarsch-Demonstrationen als Machtinstrument zur Erzwingung von Verhandlungen mit den erwünschten Resultaten. Wir sehen es gegenüber dem Iran, wir haben es gesehen gegenüber der Ukraine. Leider hat dort der Krieg dann eine Eigendynamik entwickelt, wie es eben so oft kommen kann, dass die Situation viel schwieriger ist, als man glaubt. Epstein-Skandal Die Polizei nimmt früheren Prinzen Andrew fest, wegen dringendem Verdachts auf ungetreue Amtsführung. Er soll da Regierungspapiere an den amerikanischen Investor weitergegeben haben. Das wird jetzt untersucht. Die Tragödie des Prinzen Andrew. Der Lieblingssohn heisst es von Queen Elizabeth, der allerdings von der Thronfolge, in dem Sinn ausgeschlossen war, dass ihm eben der ältere Bruder Charles vor der Sonne stand. da musste er sich, das male ich mir aus, Auch profilieren musste er ein Gebiet finden, auf dem er stark sein konnte und hat sich dann in die zwielichtigen Gefilde des amerikanischen Investors Epstein begeben. Sicher nicht, um selber zwielichtig zu werden, sondern weil er vielleicht glaubte, in einer Fehleinschätzung damit ein gutes Feld der Eigenentwicklung und der Eigenprofilierung gefunden zu haben. Die USA bloß nicht verärgern. Donald Trumps Friedensrat bringt die Schweiz in die Bredouille. Ja, der amerikanische Präsident hat diesen Friedensrat ins Leben gerufen als Parallelstruktur zur UNO. Auch eine schlaue Idee, zu sagen, wir haben diese Struktur, mit der können wir auch die UNO etwas beaufsichtigen. Wir schaffen Wettbewerb, Konkurrenz und zwingen natürlich den anderen auch dazu, uns etwas im Auge zu behalten. Die Schweiz möchte da nicht mitmachen, tut sich schwer. Unser Kolumnist in der Weltwoche Jean-Daniel Ruch rät der Schweiz, bei diesem Friedensrat mitzumachen. Ich neige auch dazu, Sympathie zu empfinden für diese Idee, aber schicken Sie mir doch Ihre Empfindungen. Schicken Sie mir Ihre Überlegungen, damit ich da in meinem Meinungsbildungsprozess inspiriert werden kann. Gleichzeitig führt natürlich die Schweiz Verhandlungen über den Zoldi. Das heisst, wenn man dort beiträte, hätte das eine gute Auswirkung sicherlich auf die Zollverhandlungen. Allerdings dürfte das nicht das Motiv sein. Also das Motiv, sozusagen breit zu treten, damit man dort ein gutes Resultat herausholt, das wäre falsch. Aber ist es nicht genuin interessant, wenn die Schweiz... die sich ja für den Frieden engagiert, auch in einer parallelen Organisation sich engagiert oder dann eben draussen hält, aber dann vielleicht bitte aus allen Organisationen, auch aus der UNO, bei der man ja mittlerweile schon dabei ist. Olympische Spiele in Mailand, ja, die Schwierigkeit der Dezentralität, darüber haben wir gestern gesprochen. Nun vielleicht ein Thema, die Faszination des Curlings. Das fällt mir auf. Olympia-Zuschauer erzählen mir, dass sie dieses Curling unglaublich interessant finden. Und ich hatte die Gelegenheit, mit dem früheren Schweizer Spitzencurler, mit dem Weltmeisterschaftsteilnehmer und auch Schweizer Meister Daniel Modl zu sprechen, mich zu unterhalten und auch mal Curling zu spielen. Und er betreibt und zeigt auch, wie das geht, diese auch wissenschaftliche Akribie, diese fast schon philosophische Durchdringung. Dieses Eisschachs der runden Steine, hoch anspruchsvoll mit ganz wenigen Stellschrauben, die aber mit fast schon metaphysischer, geistiger Durchdringung dann platziert werden müssen, auf dem zunächst ganz leeren Eis. Also eine hochgradig faszinierende, interessante, taktisch anspruchsvolle Sportart. Und es ist schön zu sehen, dass eben bei Olympischen Spielen, das Skulling ist ja sonst nicht so im Rampenlicht, dass sich eben viele Leute plötzlich angesprochen fühlen von dem und darüber Fach zu simpeln beginnen. Der Trump for Trump, vor 30 Jahren scheiterte Pat Buchanans konservative Revolution, heute prägt sein Erbe die USA. Pat Buchanan, das ist eine gute Thematik, ein interessanter Politiker, der tatsächlich viele Positionen vertreten hat, die heute... in der MAGA-Bewegung en vogue sind. Ich habe einige Bücher von ihm gelesen. «The Death of the West», zum Beispiel, «Der Tod des Westens», da hat er sich mit dem Phänomen der Massenmigration auseinandergesetzt, lange bevor Douglas Murray über den Selbstmord Europas gesprochen hat, aus den genannten, aus den ähnlichen Gründen. Er hat geschrieben eine Biografie «Right from the beginning», also «Rechts von Anfang an» oder eben Amen. richtig von Anfang an und er hat sich auch revisionistisch mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs beschäftigt, dabei vor allem den britischen Premier Churchill als Kriegsgurgel und Kriegseskalator angeprangert, der es eigentlich völlig falsch gemacht hätte. Neue Details im Fall Nord Stream waren die Amerikaner früher als bislang angenommen in die Pläne eingeweiht. Ich meine, das sagen wir Ihnen hier schon seit dieser... Pipelines in die Luft gesprungen sind. Ich meine, es kann doch in diesen NATO-Gewässern nichts passieren, keine Infrastruktur von dieser Tragweite in die Luft gesprengt werden, ohne dass die Amerikaner das wissen. Ich meine, das wäre ja noch beunruhigender, wenn man da einfach sozusagen unter den Augen dieser NATO-Scheinwerfer und Sucher und Radaranlagen, die ja bereits im Kriegszustand damals waren, dass da einfach irgendeine unerkannte Truppe... ein paar Taucher herumschleichen können und so etwas in die Luft sprengen, das ist völlig abwegig. Natürlich haben die Amerikaner das gewusst. Und vielleicht haben sie es auch initiiert. Man hat entsprechende Strukturen geschaffen. Die Amerikaner können das, die Russen können das nicht. Das ist interessant. Die Russen sind nicht in der Lage, solche Organisationen durchzuführen. Ich habe mal mit einem Russen gesprochen, der sich da intensiv mit der Politik und der Geopolitik befasst. Er hat mir gesagt, er wünschte sich, dass die Russen zu solchen Aktionen in der Lage wären. Aber leider fehlt es da an der Kompetenz. Abgesagte Grossanlässe, das Pride-Festival scheitert am Geld und an Auflagen der Stadt. Woke ist vorbei, man kann es sich einfach nicht mehr leisten. Die Kostenwahrheitsfrage kehrt zurück und all diese gutmenschlichen Ausschweifungen sind vorbei. Das heisst aber nicht, dass man deswegen jetzt anfängt Homosexuelle zu unterdrücken. Es ist ja auch... Letztlich nichts gewonnen gewesen mit so einer Breitparade, wo man herumläuft und zeigt, ich bin ein guter, toleranter Mensch. Natürlich gibt es Vorurteile immer wieder, das ist etwas Schlechtes, etwas Negatives, mit dem kann man sich auseinandersetzen. Aber die Tatsache, dass in unserer Gesellschaft eine grössere Offenheit herrscht, das ist ja zu begrüssen, aber man muss es ja nicht so demonstrativ und dann mit Steuergeldern und all diesem Tamtam noch inszenieren, fast schon aufnötigen allen anderen, also dieses Woke-Denken geht vorbei. Die Ära Lagarde könnte frühzeitig enden, das ist interessant auch aus Schweizer Sicht. Die Nationalbankchefin Europas. Es gibt Gerüchte, wo man sagt, sie tritt früher zurück, damit eben Macron und die entsprechenden Regierungen bestimmen können, wer der neue EZB-Chef wird, bevor es eben zu neuen Wahlen kommt, weil man möchte dem vorauseilen. Man traut den Wählern nicht und glaubt eben, dass sie anders entscheiden, andere Politiker bringen und dann wäre eben auch die EZB anders besetzt. Und jetzt versucht man hier mit einem demokratisch natürlich höchst fragwürdigen Manöver. mit angeschlagener Legitimität, die Macron zweifellos hat, er hängt in den Seilen, hier noch etwas mit der Brechstange herbei zu würgen. Und aus Schweizer Sicht ist das interessant, weil es einfach zeigt, wie man in der EU vorgeht, wie intransparent hinter den Kulissen und eben auch unter Missachtung des Wählerwillens. Ein Schweizer macht die Augen auf, Lappi macht die Augen auf, wir müssen halt schauen, wie es aussieht. Also... immer schön wachsam bleiben, meine Damen und Herren. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz für heute. Jetzt dann gleich die internationale Ausgabe im Anschluss. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form. Fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. 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