Alle Jahre wieder: Auch die neue Kriminalstatistik zeigt das alte Bild. Vor allem was die Übervertretung der Ausländer betrifft. Diese machen knapp 30 Prozent der hiesigen Bevölkerung aus, sind aber für fast 60 Prozent der Straftaten verantwortlich. Besonders krass ist die Übervertretung bei den Asylsuchenden.
Massimo Piccoli/Ti-Press/Keystone
Diese bilden mit gut 2,5 Prozent zwar einen kleinen, wenn auch stark steigenden Anteil an der Gesamtbevölkerung. Mit 6 Prozent der Straftaten sind sie aber weiterhin krass übervertreten. Dabei sind hier Personen, die nach einem negativen Asylentscheid illegal in der Schweiz blieben und hier straffällig wurden, erst gar nicht mitgerechnet. Auch sonstige illegale Anwesende ohne Asylverfahren und ohne gültigen Aufenthaltsstatus werden hier nicht mitgezählt.
Wenn in der Zuwanderungsdebatte die Überrepräsentiertheit von kriminellen Asylsuchenden thematisiert wird, monieren Kritiker dieser Lesart oft, dass der kleine Anteil der Asylsuchenden gemessen an der Gesamtbevölkerung nicht wirklich ins Gewicht falle. Dem ist entgegenzuhalten, dass dieser kleine Anteil mit seinen Kriminaltaten überaus grosse Kosten für den Staat, vor allem aber für die Opfer produziert.
Zudem wird dadurch die Glaubwürdigkeit des Asylsystems unterwandert. Solange diese Zahlen so hoch sind, wird die Anwesenheit von all jenen, die Schutz tatsächlich benötigen, und vor allem jenen, die sich gesetzeskonform verhalten, weiter in Frage gestellt.