Seit der Delegiertenversammlung in Bern vom vergangenen Samstagnachmittag heisst der Präsident der Mitte-Partei erwartungsgemäss Philipp Matthias Bregy. Der Oberwalliser stellte sich als einziger offizieller Kandidat für die Nachfolge von Gerhard Pfister zur Verfügung.
Seine Ziele: Die Mitte soll in allen Landesteilen weiter wachsen, ausserdem will er den zweiten Bundesratssitz auf Kosten der FDP zurückholen. Bregy bläst also gewissermassen auch zum neuen Sonderbundskrieg.
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Obwohl er erst gerade gestartet ist, hat er im Interview mit dem Walliser Boten bereits ein Austrittsdatum genannt. Er gedenke, es so wie die Parteipräsidentin der Mitte Oberwallis, Franziska Biner, zu handhaben, die inzwischen in die Kantonsregierung gewählt wurde. Sie habe sieben Jahre gewirkt, ohne je eine Wahl verloren zu haben.
Das ist ein ziemlich frommer Wunsch. Bregy müsste den lieben Gott und obendrein noch alle Heiligen auf seiner Seite haben, wenn dieser Plan nur halbwegs aufgehen soll. Und das ist doch eher unwahrscheinlich.
Und ob er danach wie Biner den nächsten Karrieresprung schafft – für ihn wäre es die Wahl in den Bundesrat –, ist dann wieder eine ganz andere Geschichte.