Unter Traktandum sieben will die SP anlässlich ihres Parteitages am Samstag die Lancierung einer weiteren Krankenkassen-Initiative beschliessen. Der Titel der Vorlage lautet: «Prämienrabatt für die Stärkung der Kaufkraft». Spitz formuliert geht es bei diesem Volksbegehren darum, den Reichen Geld wegzunehmen, um damit die Prämien für die Krankenversicherung aller Normalverdiener massiv zu verbilligen.
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Die steigenden KV-Beiträge sind ein nationales Ärgernis und die Hauptsorge vieler Schweizer. Die SP versucht seit Jahren, das Thema aktiv zu bewirtschaften, um daraus elektorales Kapital zu schlagen – diesmal mit etwas wilden Umverteilungsfantasien. Doch egal, wie viele Initiativen die Genossen lostreten: Die SP ist nicht die Lösung, sondern vielmehr Teil des Prämienproblems.
Wer macht denn seit bald vierzehn Jahren die Musik in der Gesundheitspolitik? Zuerst angelte sich SP-Bundesrat Alain Berset als Gesundheitsminister von einer Prämienerhöhung zur nächsten und ohne ein Rezept gegen die explodierenden Gesundheitskosten. Auf ihn folgte Parteikollegin Elisabeth Baume-Schneider mit bisher der gleichen Nullwirkung. Die hohen Versicherungsbeiträge sind doch letztlich nichts anderes als das Komplettversagen Bersets und Baume-Schneiders.
Es ist darum ziemlich dreist, den Reichen und Vermögenden im Lande dieses Versagen jetzt in Rechnung stellen zu wollen.