Nach dem Scheitern der von Geert Wilders gestützten Rechtskoalition hat sich das politische Klima in den Niederlanden verschoben: Bei der Parlamentswahl liefern sich die linksliberale Partei D66 und Wilders’ rechte Freiheitspartei (PVV) ein Kopf-an-Kopf-Rennen – beide kommen laut vorläufigem Endergebnis auf jeweils 26 Sitze. Das berichtet die Financial Times.
REMKO DE WAAL / KEYSTONE
Die Wahl gilt als Dämpfer fürs rechte Lager. Die PVV verliert elf Sitze und büsst ihre Rolle als dominierende Kraft ein. D66-Spitzenkandidat Rob Jetten sprach von einem «historischen» Ergebnis und zeigte sich entschlossen, eine neue Koalition zu formen: «Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, populistische und extrem rechte Bewegungen zu schlagen.»
Die Regierungsbildung bleibt jedoch herausfordernd. Mehrere Parteien müssen zusammenfinden, um eine Mehrheit von 76 Sitzen im 150-köpfigen Parlament zu erreichen. Mit VVD (22 Sitze), den Sozialdemokraten und Grünen (20 Sitze) sowie den Christdemokraten (18 Sitze) werden wochenlange Verhandlungen erwartet.