Mit einer überraschenden Forderung sorgt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz und Karlspreisträger von 2024, für Aufsehen: Donald Trump solle den Friedensnobelpreis erhalten, sagt er der Bild-Zeitung. Goldschmidt hat das norwegische Nobelpreiskomitee offiziell kontaktiert und den US-Präsidenten im Namen von rund 700 europäischen Rabbinern für die Auszeichnung 2026 vorgeschlagen.
ROLF VENNENBERND / KEYSTONE
Als Begründung nennt Goldschmidt Trumps «entscheidende Führungsstärke» und seine Rolle bei der Stabilisierung des Nahen Ostens. Besonders hebt er die von Trump vermittelten Abraham-Abkommen hervor, die Israel mit mehreren arabischen Staaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und Sudan normalisierte. Auch Trumps «harte Linie gegen das iranische Atomprogramm» sowie ein jüngst vorgestellter 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen, der zur Freilassung israelischer Geiseln und einem Waffenstillstand geführt habe, werden genannt.
«Seine Handlungen haben neue Wege für den Dialog zwischen ehemaligen Feinden eröffnet und Regionen Hoffnung gegeben, die lange in Konflikten gefangen waren», so Goldschmidt. Trumps Politik habe «konkret den Frieden in der Region vorangebracht und die Würde von Glaubensgemeinschaften gestärkt».