Österreich: Erste Abschiebung eines syrischen Straftäters seit zehn Jahren scheitert in letzter Minute
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Österreich: Erste Abschiebung eines syrischen Straftäters seit zehn Jahren scheitert in letzter Minute

Erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien wollte Österreich einen syrischen Staatsbürger in sein Heimatland abschieben. Der 32-Jährige hatte zuletzt eine siebenjährige Haftstrafe verbüsst – verurteilt wegen mehrerer Straftaten. Er wäre der erste Syrer gewesen, den Österreich seit rund zehn Jahren abgeschoben hätte.

Österreich: Erste Abschiebung eines syrischen Straftäters seit zehn Jahren scheitert in letzter Minute

Doch der Plan scheiterte in letzter Minute. «Aufgrund der aktuellen Lage im Nahen Osten ist der Flugverkehr nach Syrien zum Erliegen gekommen», teilte das Innenministerium mit. Auch über Drittstaaten sei derzeit keine Einreise möglich. Hintergrund ist die Eskalation im Nahost-Konflikt, die zu einer Sperrung des Luftraums geführt hat. Ein weiteres Hindernis: Das Heimreisezertifikat für den Mann ist am Montag abgelaufen. Die Rückführung kann erst stattfinden, wenn die syrischen Behörden die Abschiebung erneut bewilligen und das entsprechende Zertifikat ausstellen.

Der Mann hatte im Vorfeld versucht, die Rückführung juristisch zu verhindern. Doch seine Rechtsmittel scheiterten, wie das ORF-«Morgenjournal» berichtete. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sah keinen Anlass, die Massnahme zu stoppen, Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hatte die Abschiebung öffentlich angekündigt und als Signal in der Migrationspolitik bezeichnet.

Gleichzeitig äussern Menschenrechts-Organisationen massive Bedenken an der Rückführung ins Herkunftsland Syrien. Die Lage sei unübersichtlich: «Wir können derzeit nicht sagen, ob diese Person festgenommen oder gefoltert wird», erklärte Lukas Gahleitner-Gertz von der Asylkoordination Österreich. Jüngste Anschläge – wie das Attentat auf eine Kirche in Damaskus mit zwanzig Toten – unterstrichen, wie fragil die Sicherheitslage bleibe.

Dennoch betont das österreichische Innenministerium laut APA, die Zusammenarbeit mit den neuen Machthabern in Damaskus verlaufe «korrekt und zielorientiert». Die Abschiebung soll stattfinden, sobald der Luftraum geöffnet wird und die Papiere vorliegen. Bis dahin bleibt der Mann in Ausschaffungshaft.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.