Die österreichische Regierung fordert die Bevölkerung zum ganztägigen Stromsparen auf, um den Gasverbrauch zu senken. Laut Angaben auf der Regierungs-Website sollen Bürger zwischen 6 und 24 Uhr Strom sparen. Dies berichtet Apollo News. Empfohlen wird unter anderem, Wäsche am Wochenende zu waschen und das Duschen auf den späten Abend zu verschieben.
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Hintergrund sind sinkende Füllstände der Gasspeicher. Am Montag waren diese in Österreich im Schnitt zu 39,04 Prozent gefüllt, was einer Restmenge von 39,35 Terawattstunden entspricht. Am 16. Februar 2025 hatte der Füllstand noch bei knapp 55 Prozent gelegen. Der Betreiber des Sefe-Gasspeichers (Energieunternehmen Securing Energy for Europe) in Haidach teilte mit, dass wegen technischer Störungen vorübergehend weniger Gas nach Bayern geliefert werden könne.
In Deutschland lag der durchschnittliche Füllstand der Gasspeicher zum 1. Februar bei 31 Prozent. Mehrere Speicher unterschritten bereits die gesetzlich vorgeschriebene Marke von 30 Prozent. Rund 22 Prozent des Stroms werden hierzulande aus Gas erzeugt.
Das Energiesicherungsgesetz erlaubt der Bundesregierung, bei drohender Gasmangellage Massnahmen zur Verbrauchsreduktion anzuordnen. Die Frühwarnstufe Gas gilt bereits seit längerem. 2022 waren unter anderem Temperaturvorgaben für öffentliche Gebäude erlassen worden.