Transgender-Frauen sollen künftig nicht mehr bei olympischen Frauenwettkämpfen antreten dürfen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) plant laut The Times eine entsprechende Neuregelung auf Basis einer wissenschaftlichen Überprüfung der biologischen Unterschiede.
Demnach hat eine Untersuchung unter Leitung der IOC-Medizindirektorin Jane Thornton gezeigt, dass physische Vorteile durch eine männliche Pubertät auch nach einer Geschlechtsangleichung erhalten bleiben. Derzeit dürfen Transgender-Frauen mit reduziertem Testosteronspiegel starten, sofern der jeweilige Sportverband dies erlaubt.
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Mit der neuen Richtlinie will das IOC unter seiner neuen Präsidentin Kirsty Coventry die Frauen-Kategorie schützen. Die Regelung soll Anfang 2026 veröffentlicht und rechtlich abgesichert werden – mit Inkrafttreten vor den Sommerspielen in Los Angeles 2028.
Ein Ausschluss soll auch für Athletinnen mit sogenannten DSD (Differences of Sexual Development) gelten, also Frauen mit männlichen Chromosomen und Testosteronwerten, wie sie etwa 2024 in Paris für Kontroversen im olympischen Boxturnier sorgten.
Athletik und Schwimmen haben bereits ähnliche Regelungen. Andere Sportarten wie Fussball müssen nun nachziehen. Die IOC-Führung will den Prozess wissenschaftlich begleiten und im Dialog mit den internationalen Verbänden umsetzen.