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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Montag, dem 1. September 2025. Der 1. September ist nicht der eigentliche Herbstanfang, doch es beginnt der Herbstmonat. Und das gibt uns die Gelegenheit... an einen bedeutenden Dichter deutscher Sprache zu erinnern. Vielleicht den bedeutendsten hinter Goethe und Konrad Ferdinand Mayer, den Schweizer, der übrigens vor exakt 200 Jahren geboren wurde. Ich rede von Eduard Mörike. Und Eduard Mörike hat uns das Gedicht hinterlassen, Septembermorgen, das ich hier zur Einstimmung vortragen möchte. Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen. Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fliessen. Eduard Mörike, Septembermorgen. Bei bestem Sommerwetter ging gestern am zweiten Wettkampftag das eidgenössische Schwing- und Elblerfest Esaf im Glarnerland zu Ende. Ein absoluter Grossanlass, vorzüglich organisiert, ein Fest der Freude. ohne Ausschreitungen, ohne Hooliganismus, ohne Schlägereien. Das gibt es noch im Sport, im Schwingsport sowieso vorbildlich. Und interessant ist natürlich, dass seit einiger Zeit eine komplette Neubeurteilung des Schwingsports in der Schweiz eingesetzt hat. Ich kann mich erinnern, noch in den 80er und 90er Jahren, da harzte es eher, da galt der Schwingsport als rückständig. Die progressive Schweiz hatte die... Parole ausgegeben, «La Suisse n'existe pas». Und da machte man sich natürlich verdächtig, wenn man sich als Freund der Zwilchhosen und des Sägemehls outete. Das war eben zu eidgenössisch und damals konnte es nicht international genug zu und her geben. Das hat sich völlig gedreht im Zuge der Swissness-Welle. Heute ist der Schwingsport ein Kult-Sport und auch die Sponsoren, das Interesse der Unternehmen ist da. Und dies natürlich zu Recht, wenn man schaut, was das für Praxkerle von Athleten sind. Auch gute, bodenständige Schweizer. Ich kenne einige Schwingerkönige extrem ausserordentlich sympathisch. Was nicht heisst, dass es in anderen Sportarten nicht auch sympathische Sportler gibt. Aber auch diese Verhätschelung, die wir da etwa im Fussball beobachten, mit diesen hochverzertelten, überkandidelten, überbezahlten Superstars. Das haben sie im Schwingsport nicht. Nun zum sportlichen Ausgang. Gewonnen hat erstmals in der Geschichte des Schwingsports den eidgenössischen Krönungstag, die Krönungszeremonie, die Krone gesichert, hat sich erstmals ein Bündner, Orlik. Das ist der Familienname Orlik Amon. Und zwar war er der Schwinger mit der höchsten Punktzahl. Das ist etwas untypisch. Denn im Schlussgang gab es keinen Sieger, also haben die Richter erklärt, den Mann mit der höchsten Punktzahl zum Sieger. Das bringt eine leise Enttäuschung, aber die Schweiz braucht einen König. Sie muss einen König haben, auch wenn das der einzige König ist, den wir akzeptieren. Also keine Sorge, die Schweiz tendiert da nicht zur Monarchie. hervorragend gekämpft haben, lese ich in den Zeitungen, die Nordostschweizer, aber auch die Berner und Innerschweizer mit starken Auftritten. Ich oute mich hier und rechtfertige mich nicht. Es muss auch Schweizer geben, die nicht am eidgenössischen Schwing- und Älplerfest waren. Früher musste man sich rechtfertigen, wenn man ging. Heute musst du dich fast schon rechtfertigen, wenn du nicht dort bist. Nein, ich hatte andere Pläne am Wochenende. Es gab übrigens auch einen politischen Auftritt. Auftritt die Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. Sie wurde freundlich... und ihre Rede enthielt verdeckte Anspielungen an Donald Trump und eine gewisse Nervosität war da der FDP-Bundesrätin anzumerken. Jetzt flicken auch ehemalige Bundesräte am Zeug von Ueli Maurer, ihrem Kollegen. Den Maurer besucht auf Einladung Chinas die Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs und in den Medien besonders echauffiert hat sich Der frühere SP-Bundesrat Moritz Leuenberger. Warum eigentlich? China ist ja nicht ein Täterstaat des Zweiten Weltkriegs. Die Chinesen waren Opfer, vor allem der japanischen Aggression. Drei Millionen Tote, fürchterliche Gräueltaten der Japaner, unter anderem in Nanking, aber auch in anderen Städten, schrecklich. Und die Chinesen sind ja auch kein Feind. Der Schweiz, im Gegenteil, wir haben ein Freihandelsabkommen, bemühen uns um noch bessere Handelsbeziehungen, aber eben im Geschichtsblinden, um nicht zu sagen, seelenlosen Moralismus der politischen Gutmenschen, wie jetzt hier in Gestalt des früheren SP-Magistraten Leuenberger, spielt das alles keine Rolle. Wir sagen bei Weltwoche Daily, hören wir doch auf als Schweizer. Wir haben ja sowieso keine Vorstellung davon, was es heisst, ein grosses Land zu führen. Hören wir doch auf, den anderen Vorschriften zu machen und Televiten zu lesen. Bleiben wir schön bescheiden, zeigen wir zur Abwechslung auch mal etwas Verständnis für andere Kulturen und andere Sitten, andere geschichtliche Herkunftstraditionen, so wie es eben Uli Maurer mit seinem Besuch hier tut. Eine recht traurige Nachricht erreicht uns aus der NZZ am Sonntag. Der frühere FDP-Ständerat und ETH-Präsident Fritz Schiesser soll verhaftet worden und in Untersuchungshaft gewesen sein. Und zwar wird dem 71-Jährigen möglicherweise ein Liebesbetrug auf dem Internet zum Verhängnis geworden sein. Auch einen Grossteil seines Vermögens habe er da verloren. Eine unfassbare Geschichte. Es kam da auch zur Erpressung. der Sando-Stiftung, deren Präsident Schiesser früher war. Es gibt natürlich hier die Unschuldsvermutung, aber das ist ein weiteres, ein mögliches weiteres Beispiel für diese fürchterlichen Betrugsgeschichten auf dem Internet mit gefähigten Liebesbeziehungen und der 71-jährige FDP-Politiker und Anwalt mit Leistungsausweis und renommee. scheint hier in eine ganz ungute Geschichte verstrickt zu sein. Es gilt, ich unterstreiche das hier, die Unschuldsvermutung. Ein schräger Vorschlag des sogenannten Strategieexperten Mauro Mantovani, mittlerweile vom VBS entlassen, ist ebenfalls durch die Sonntagsmedien gereicht worden. Und zwar hat er vorgeschlagen, dass nach dem Ende der Laufzeit der F... 18 Flieger Frankreich den Luftschutz, den Luftraumschutz der Schweiz übernehmen solle. Auf das eben die Eidgenossen lernen, dass es eben nicht mehr geht, sich alleine zu verteidigen. Das ist ja interessant, auch deshalb, weil jetzt die Kreise, aus denen Mantovani kommt, hätten früher vermutlich gesagt, ja, die Schweizer sind die Rosinenpicker. die sich im Ernstfall immer auf die anderen verlassen. Jetzt wird das plötzlich selber gepredigt, mit Blick darauf, die Schweiz immer enger in die NATO hineinzudrücken, die Neutralität preiszugeben und schlussendlich auch den engeren Verbund mit der EU anzustreben. Und Mantovani sagt, wir hängen immer noch der Illusion nach, die Schweiz könne sich im Kriegsfall auf sich allein gestellt. verteidigen. Zitat Ende. Ja, es gibt diese Illusion noch, aber vielleicht hängt auch Hermann Tovani ein paar Illusionen hoch. Könnte ja sein. Grüne, nachhaltige und CO2-ängstliche Kreise sollten sich noch einmal sehr gut überlegen, ob sie wirklich den EU-Unterwerfungsvertrag unterzeichnen wollen. Denn wie das Energie- und Umweltdepartement UWEG jetzt bekannt gibt, hätte dieser Vertrag ganz... massive Auswirkungen auch auf die Photovoltaik in der Schweiz, denn man müsste das Schweizerische Stromgesetz, das vom Souverän angenommen wurde, das müsste hier neu angepasst und verändert werden. Vor allem die sicheren Tarife für den Photovoltaikstrom, für den Solarstrom, die wären gefährdet. Das hätte natürlich mehr Kosten zur Folge. Denn diese Zusicherung, diese Absicherung von rund 250'000 Dachsolaranlagen in der Schweiz, diese Absicherung wurde dann plötzlich weggefallen. 69% der Stimmbürger haben das damals angenommen, dieses Stromgesetz. Und das könnte eben mit einem Federstrich der Europäischen Union, beziehungsweise mit einem Federstrich der Schweiz, sollte sie den EU-Unterwerfungsvertrag unterschreiben. Das könnte dann alles. hinfällig werden. Noch ein Übersprung, ein Blick auf die internationale Ausgabe. Es ist interessant, dass in den grossen Staaten Europas, Frankreich, Grossbritannien und Deutschland, jetzt die sogenannten rechtspopulistischen Parteien vorne liegen. Sie haben am meisten Stimmen gemäss Umfragen, grösste Popularität. Es ist interessant hier... dass es eine amerikanische Zeitung brauchte, das Wall Street Journal, um das festzuhalten. Dann Hinweis noch in eigener Sache. Bitte schicken Sie uns Ihre Fragen für mein Gespräch mit Alice Weidel am nächsten Mittwoch, 3. September. Schicken Sie uns Fragen, wenn Sie da bei diesem Weltwoche-Talk auch Ihre Anliegen platzieren möchten. Schicken Sie Fragen an fragen.weltwoche.ch CH, das war es von der Schweizerischen Ausgabe. Ich melde mich gleich zurück mit den internationalen Nachrichten. Vielen Dank und Ihnen einen schönen Start in diesen Herbstmorgen. Bis gleich.

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Armon Orlik neuer Schwingerkönig. Alt Bundesräte kritisieren Ueli Maurers China-Besuch. Warum eigentlich? FDP-Politiker Opfer von Liebesbetrug. Soll Frankreich den Schweizer Luftraum sichern?

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Armon Orlik neuer Schwingerkönig. Alt Bundesräte kritisieren Ueli Maurers China-Besuch. Warum eigentlich? FDP-Politiker Opfer von Liebesbetrug. Soll Frankreich den Schweizer Luftraum sichern?
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