Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Montag, dem 2. März 2026. Gut gelaunt. Weil es überhaupt nichts bringt, schlechte Nachrichten auch noch schlecht gelaunt vorzutragen. Zuversicht bleibt Pflicht und ist auch Ausdruck jenes Urvertrauens in die Kräfte des Positiven, des Guten, die sich am Ende immer, früher oder später, durchsetzen werden. Hoffentlich, nein, historisch betrachtet eigentlich immer. Also blasen wir hier nicht. Trübsal, obwohl es heute Morgen eine ganze Reihe von Nachrichten gibt, die einem auf die gute Stimmung drücken können. Die Schweizer Medien stehen im Banne der Militärschläge der Amerikaner und der Israeli gegen das iranische Mullah-Regime. Ich komme gleich darauf zu sprechen, aber es gibt noch eine viel wichtigere Nachricht aus Schweizer Sicht, die aber überhaupt keine Rolle spielt heute Morgen in den Schlagzeilen. nämlich die Tatsache, dass unser Bundespräsident Guy Parmelin nach Brüssel reisen wird, um dort den EU-Unterwerfungsvertrag zu unterzeichnen. Der Bundesrat auf Kapitulationskurs, das hat sich angekündigt, man redet sich ein in Bern, dies sei ein bilateraler Vertrag, ein Vertrag zur Optimierung der Zusammenarbeit. Und dort fängt die Desinformation, fängt der Selbstbetrug an. auf der Stufe der Begriffe. Was wir hier vor uns haben, ist ein klassischer Kolonialvertrag. Wird das unterschrieben? Kommt das durch? Wird das auch vom Volk abgesegnet? Es müssen da ja noch Unterschriften gesammelt werden, dass es überhaupt zu einer Volksabstimmung kommt. Also sollte das alles in Kraft treten, dereinst, was wir nicht hoffen, dann werden nicht Sie, meine Damen und Herren, und ich in Zukunft bestimmen. über die Schweizer Gesetze, sondern ungewählte Brüsseler Funktionäre. Sie haben Rechtssetzungsautorität, sie werden Teile unserer Volkssouveränität übernehmen und die Macht erlangen über wesentliche Teile unserer Gesetzgebung, vor allem in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Zuwanderung, aber auch andere ganz eminente Bereiche, Energieversorgung, wirtschaftliche Zusammenarbeit. Export, Freihandel, auch da strecken sie die Hand danach aus. Das ist noch nicht im Einzelnen festgezurrt, aber das ist die Absicht auch in Brüssel, die Schweiz, diesen unbequemen Staat im Herzen Europas auf Linie zu bringen. Eine Unterwerfung, die EU wird in Zukunft die Gesetze machen können in der Schweiz. Wir können uns nicht mehr wehren, viele Rechtsakte treten automatisch in Kraft und dort, wo wir dann noch eine Volksabstimmung pro forma durchführen können, Nur... Mit vorgehaltenem Pistolenlauf aus Brüssel, denn am Ende entscheiden EU-Richter bei Meinungsverschiedenheiten und die EU hat auch die Möglichkeit, die Schweiz zu sanktionieren. Also unglaublich, eine Unterwerfung, wie man sie klarer nicht beobachten könnte. Aber eben, man lügt sich an in Bern, man lügt sich auch an in den Zeitungen und schreibt, dies seien die bilateralen drei, das ist... die Desinformation schlechthin. Das ist ein Gaunerwort. Bilaterale drei, das klingt harmlos, das klingt gleichberechtigt, das klingt nach Zweiseitigkeit. Das Gegenteil ist der Fall. Die EU diktiert, die Schweiz kapituliert und die Schweiz hat Darüber hinaus auch noch Geld zu bezahlen, nämlich Tributabgaben, jährliche, die massiv ansteigen und in die Milliarden gehen werden. Also nicht nur die Unterwerfung wird da verlangt, sondern auch noch dafür zu bezahlen. Das ist unfassbar, dass der Bundesrat überhaupt jemals auf die Idee gekommen ist, so ein Vertragswerk zu unterzeichnen. Nichts gegen Verträge mit der Europäischen Union. und mit anderen Staatsgebilden oder staatsähnlichen Gebilden oder Staaten. Das ist der Überlebensmodus Vivendi der Schweiz seit 400 Jahren. Aber was wir hier vor uns haben, ist zum ersten Mal sehenden Auges eine Unterwerfung, bei der man sich aber auch selber betrügt, indem man sich einredet, es sei ein bilaterales Drei-Ein-Gauner-Wort. Und vor diesem Hintergrund muten die Versuche des Bundes nur noch grotesker an, Wir haben darüber gesprochen, im Rahmen der sicherheitspolitischen Strategie, Desinformation in der Schweiz bekämpfen zu wollen. Die happigsten Desinformationen kommen vom Bundesrat selber, kommen aus Bundesbern. Die Medien übernehmen das meiste davon klaglos. Ich habe gelesen am Wochenende auch der Tagesanzeiger, die bilateralen drei. Und jetzt würden sich auch noch die Russen einschalten. Das ist das jüngste Verzweiflungsargument russische... Troll-Bots würden da SVP-Propaganda aus dem Ausland via X, via Elon Musk, das ist natürlich auch einer der ganz finsteren Gesellen in den Augen unserer Journalisten-Kollegen, die würden jetzt also versuchen, hier die Schweizer Bürger zu manipulieren, zu desinformieren, um sie sozusagen davon abzulenken, dass es hier eben bilaterale Drei-Verträge seien. Also meine Damen und Herren, ganz im Gegenteil, wer sagt dieses Wort bilaterale Drei? Ist ein Selbstbetrug, ist eine Lügnerei gegenüber der Bevölkerung, der sagt die Wahrheit, das ist nicht die Desinformation. Und das Amüsante, das auch Bezeichnende und Entlarvende besteht darin, es war ja nur eine Frage der Zeit, bis auch bei uns nun dieses Schreckgespenst, diese Vogelscheuche der russischen Desinformation zum wesentlichen Bestandteil der Auseinandersetzungen der verbalen um dieses Vertragspaket geworden ist. Das sind Fake News, das sind Desinformationen und das zeigt ein beunruhigendes Mass an Selbsttäuschung, die da in den Medien vorhanden ist und offensichtlich nicht kritisch hinterfragt wird. Also Guy Parmalin, der Bundespräsident SVP, reist heute nach Brüssel, um die Schweiz der EU zu unterwerfen. theoretisch Könnten jetzt die Parlamentarier, Ständerat und Nationalrat hier noch dagegenhalten? Könnten sie vielleicht sogar noch korrigieren, jenen fatalen Vorstoss des Bundesrates, überhaupt keine Volksabstimmung durchführen zu lassen? Müsste sich das mal vorstellen. Zum einen erzählt man, dieser Vertrag sei überlebenswichtig für die Schweiz. Zum anderen erklärt man ihm für derart bedeutungslos, dass es nicht mal eine obligatorische Volksabstimmung brauche. Und die meisten Parteien sind da auch noch. Also hier sollen die Kantone, sollen die Bürger ausgehebelt werden, es sei denn, jemand findet sich bereit, Unterschriften zu sammeln und dann ein fakultatives Referendum doch noch anzusetzen. Allerdings ein fakultatives Referendum, das heisst, dass nur die einfache Volksmehrheit genügt und eben die Kantone als Gebietskörperschaften ausgeschaltet werden. Also hier wird sozusagen der undemokratische Top-Down-Charakter der Europäischen Union bereits im Vorfeld. durch den Bundesrat ins Land hineingedrückt, was ihnen zeigt, wie die EU eben tatsächlich die Schweiz bereits vergiftet und die Fundamente unseres Staates angreift. Demgegenüber kann man nicht kritisch genug gegenüberstehen, denn vergessen wir nicht, bei der Selbstbestimmung, bei dieser einzigartigen Volkssouveränität, die wir in der Schweiz haben, bei den einzigartigsten Volksrechten weltweit, Handelt es sich um jenes Element unserer Schweiz, das die Schweiz wie kaum ein anderes ausmacht, das wäre vielleicht noch die Neutralität, zu nennen, die immerwährende, die glaubwürdige, die bewaffnete und die umfassende, das wollen sie ja in Bern auch wegfräsen. Gerade die Leute um Wehrminister Martin Pfister sagen ja, die Neutralität sei hinderlich als Schutzschild und Sicherheitsinstrument in dieser Welt der Raubtiere und der Multipolaren. Konfrontationen, ein weiter kompletter Unsinn der Schweizverdrossenen unter der Bundeshauskuppel. Sehr, sehr viel ins Rutschen. Zwei Zentralpfeiler unseres Erfolgs, unseres Überlebens, unserer staatlichen Existenz. Ja, man kann vielleicht auch sagen, ohne das allzu pathetisch hier in den Vordergrund zu stellen, auch zwei Zentralpfeiler unserer staatlichen und vielleicht auch nationalen Identität geraten da unter die Räder zu kommen. Nicht weil Bösewichter, Tatsächliche und Angebliche aus dem Ausland, sich da verderblich an der Schweiz zu schaffen machen. Nicht die Putins, die Xi Jinpings, die Trumps oder wie sie alle heissen, säbeln hier an unseren Grundlagen. Nein, es sind unsere Bundesräte selber. Es ist die Klasspolitik in Bern. Und dagegen wird sich das Volk am Ende zu wehren haben, werden sich die Kantone zu wehren haben. Doch auch dort die Kantonsregierungen, erstaunlich still, erstaunlich zahm. Und man versucht jetzt diese Ungeheuerlichkeit. die hier nur in Umrissen skizzenhaft darlegen konnte. Man versucht diese Ungeheuerlichkeit jetzt auch dadurch zu rechtfertigen, dass man sagt, ja, wegen der bösen Russen, eben wegen der bösen russischen Trollbots und dieser Infiltrationen aus der asiatischen Steppe sind wir Schweizer erst recht gehalten, uns dem Schutzschirm der Europäischen Union zu unterwerfen. Welcher Schutzschirm, meine Damen und Herren, das muss man sich auch fragen, denn gerade die Europäische Union steht ja militärisch weitgehend nackt da. Ungeachtet all dessen mischt man sich da in die Konflikte und Kriege der Grossen ein. Eine fahrlässige Politik, die betrieben wird mit grossen Risiken. Ausdruck natürlich auch einer sicherheitspolitischen Wohlstandsverwahrlosung, dass man glaubt, sich einen Moralismus erlauben zu können, die verbale und auch mit Wirtschaftssanktionen reale Dauereinmischung. in Konflikte und Kriege zwischen Atommächten, aber gleichzeitig hat man überhaupt nicht die Kapazitäten, die militärischen, die finanziellen und auch die mentalen, um in einem Krieg bestehen zu können. Also meine Damen und Herren, da muss sich die Schweiz fernhalten, gerade auch vor dem Hintergrund dieser kriegerischen Verwicklungen, die aber von unserer politischen Klasse als Argument gebraucht werden, dass wir uns unterwerfen sollen, wobei man... nicht zugibt, dass man sich unterwirft, sondern eben mit Gaunerworten wie Bilaterale 3 ihnen das Gegenteil suggerieren will. Heute also ein Stichtag, ein Meilenstein in dieser Geschichte der Schweizmüdigkeit, der Schweizverdrossenheit, alles sehr, sehr unerfreulich. Kommen wir zum zweiten betrüblichen Thema unserer Sendung, Militärschläge Israels und der Vereinigten Staaten. von Amerika im Nahen Osten gegen das iranische Mullah-Regime. Es hat sich ja angekündigt, eine gewaltige Armada der Amerikaner ist da ins Rote Meer vorgeschickt worden, als Druckkulisse vor Verhandlungen. Die Amerikaner, der US-Präsident Donald Trump, hat ja in der Vergangenheit sich lustig gemacht, immer wieder darüber, dass seine Vorgänger möglicherweise mit dem Gedanken spielten, Iran anzugreifen. Barack Obama zum Beispiel 2011, da twitterte Donald Trump unermüdlich, dass Obama jetzt an sich bald den Iran attackieren werde, um wiedergewählt zu werden. Er trat an, in mehreren Wahlkämpfen um die Stupid Wars im Ausland anzuprangern, der neokonservativen, all dieser republikanischen Kriegsgurgeln, wie sich Trump damals ausdrückte versprach den Wählern, er werde dies nicht tun und auch bis vor kurzem hatte man den Eindruck, dass er gegenüber dem iranischen Mullah-Regime entsprechend mit den Verhandlungen, allerdings mit einem starken Stock in der Hand vorgehen werde. Der vordergründige Anlass dieser ganzen Iran-Problematik ist das sogenannte iranische Atomprogramm, die Behauptung, dass die Iraner also kurz davor stünden, eine Atombombe zu haben mit dem entsprechenden Erpressungs- Potenzial gegenüber Israel, gegenüber dem Nahen Osten. Allerdings, im letzten Sommer, wir haben ja ausgiebig darüber gesprochen, haben die Amerikaner Militärschläge geführt aus der Luft, Präzisionsattacken gegen den Iran und Donald Trump verkündete triumphalistisch, man habe nun also dieses Atomprogramm mehr oder weniger auf Jahrzehnte hinaus ausgeschaltet. Umso... Überraschender jetzt die Behauptung, dass man nach wie vor den Iran hier wegen dieser Atomgeschichte entwaffnen müsste. Und wenn ich da etwas in die Nachrichten blicke, meine Damen und Herren, auch in die Kommentierung, dann kann ich Ihnen sagen, obwohl ich null Sympathien habe für dieses Mullah-Regime. Ich finde es schrecklich, was da zum Teil passiert. Allerdings, man muss sich auch fragen, wie das dazu gekommen ist. Die Amerikaner waren ja mal verbündet mit dem Iran. Da gab es einen Shah, den Shah von Persien, den Shah der Vereinigten Staaten von Amerika. Und wenn der alles richtig gemacht hätte, dann wäre ja damals dieser Ayatollah Khomeini gar nicht an die Macht gekommen. Also die Einmischungen. Und auch die Vereinnahmungsversuche von Seiten westlicher Mächte, insbesondere der USA, haben ja in Iran nicht funktioniert. Und die Geschichte ist ja da eine leidensvolle. 1953, auch damals waren die Amerikaner und die Iraner Verbündete, hat man zum ersten Mal einen Staatsstreich inszeniert. Dann kamen die Pahlavis mit dem Untergang dieser Monarchie Ende der 70er Jahre. Und seither ist dort ein islamistisches... Regime an der Macht, das nach glaubhaften Berichten auch die eigene Bevölkerung terrorisiert. Viele Iraner haben das Land verlassen, spielen eine ungute, eine unrühmliche Rolle. Alles fürchterlich, alles schlimm, aber rechtfertigt dies nun die Militärattacken vom Wochenende? Das ist die grosse Frage. Und wenn ich da in einzelne Zeitungen schaue, etwa die Neue Zürcher Zeitung, dann wird er also geradezu Fahnen schwenkend hier dieser Militärschlag bejubelt. Zum Beispiel ein Kommentar hier, Trump hatte keine Wahl, das iranische Regime hat sich sein Grab selbst geschaufelt. Oder der Chefredaktor am Samstag, ein legitimer Krieg. Ja, meine Damen und Herren, das mögen manche so sehen. Ich kann Ihnen sagen, ich verspüre hier keine Freude, keine Begeisterung, eher ein tiefes Unbehagen. Und dies vor dem Hintergrund. dass ich wirklich nichts übrig habe und hatte für diese Mullahs, für Ali Khamenei, das nun offensichtlich ausgeschaltete Staatsoberhaupt. Es sind da mehrere iranische Spitzenpolitiker diesen Attacken zum Opfer gefallen. Vergessen wir nicht, Khamenei, so sehr man ihn eine Katastrophe gefunden hat, war das legitime Staatsoberhaupt. Im Iran anerkanntes Mitglied bei der UNO, eine Staatsordnung, die sozusagen innerhalb der internationalen Rechtsordnung als eine akzeptierte, eine legitime galt. Und jetzt wird dieses Staatsoberhaupt wie der Chef eines Drogensyndikats ausgeschaltet, einfach ausgeknipst, sozusagen im Verlauf noch von Verhandlungen. Und jetzt im Westen, vor allem auch in jenen Kreisen, die drei Jahre lang oder fast vier Jahre lang nicht müde geworden sind, mit Blick auf den Ukraine-Krieg, das Völkerrecht als verbindliche Grundlage eines zivilisierten Zusammenlebens zu feiern und dieses Völkerrecht der russischen Seite um die Ohren geschlagen haben, dass es Gott erbarmt, die gleichen Leute, nicht zuletzt in der bereits genannten Zeitung, verbieten sich. völkerrechtliche Belehrungen in diesem Zusammenhang. Also hier wird sozusagen das Raubtiergesetz des Dschungels plötzlich zum neuen Industriestandard erklärt. Und das zeigt Ihnen, wie unglaubwürdig auch die Argumentationen der letzten Jahre waren. Und es ist bedauerlich, dass hier eben gerade eine Grossmacht, die Vereinigten Staaten von Amerika, die wie keine andere auch für diese sogenannte regelbasierte Ordnung gestanden haben, die auch in der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben, dass sie Bereitschaft haben, auch mit ihnen feindselig gestimmten Ländern einen Ausgleich zu finden. Gerade auch Donald Trump hat ja in dieser Richtung operiert, dass hier nun also eine weitere rote Linie überschritten wird. Der Mongolensturm des Abendlandes. Ich habe dazu einen pointierten Kommentar geschrieben, der das sehr, sehr kritisch betrachtet. Die Ausschaltung eines legitimen, ja unbeliebten und im Westen verhassten Staatsoberhaupts. Aber wer entscheidet denn, was eine legitime Staatsführung ist? Sind wir jetzt in einem Raubtierdschungel angekommen, in dem einfach die Macht das Recht setzt? Might makes right. Entscheiden die Amerikaner, entscheiden die Chinesen, entscheiden die Russen, welche Regierungen ihnen passen und welche nicht? Und was lösen solche Schläge in Moskau, in Peking aus? Da sehen doch die Machthaber jetzt, was die Amerikaner an Verträgen unterzeichnen, auch Verhandlungen, das ist nichts wert. Am Ende musst du den Finger am Abzug haben, um als letzte Flucht und Rettungsmöglichkeit hier mit reiner Macht dich behaupten zu können. Man kann argumentieren, Dass das das Gesetz der Politik seit unvordenklichen Zeiten ist, ja, mit gefriergetrocknetem Blick sozusagen in der eiskalten Geopolitikstrategiewelt kann man das so beurteilen, kann man das so sehen, aber man sollte sich dann vielleicht etwas zurückhalten in Zukunft, wenn man andere Länder am Völkerrecht misst, dass man von westlicher Seite her beliebig ausser Kraft setzt, indem man da eben... Staatsoberhäupter, legitime Repräsentanten ihrer Länder, dass man die einfach ermordet. Und Khamenei war kein Saddam Hussein, er war auch kein Muammar al-Qadhafi. Und wenn wir die Länder Irak und Libyen noch einmal in Erinnerung rufen, dann haben wir gesehen, dass eben diese Politik der Liquidation des Krieges, der brutalen Intervention, nichts Gutes angerichtet haben. Sie haben viele Monster entfesselt. Hoffen wir, dass es hier nicht dahin geht. Das Atomprogramm vielleicht so viel noch dazu. Da habe ich auch ein paar ketzerische Gedanken formuliert. Natürlich, das ist auf der Seite der Gegner des Iran ein absolutes Nicht-Thema, ein Horror-Thema sozusagen. Auf keinen Fall dürfen die Iraner in den Besitz der Atombombe kommen. Aber auch da stelle ich die Frage, was wäre eigentlich so höllisch schlimm, daran oder daran gewesen, wenn die Iraner in den Besitz der Atombombe gekommen sind. Das sind natürlich sehr ketzerische Perspektiven, die ich da aufwerfe, um sie auch etwas herauszufordern. Lesen Sie selber auf Weltwoche online, zu welchen Schlüssen ich komme. Wir haben bereits eine rege Debatte, eine intensive Auseinandersetzung. Für die Schweiz heisst das Ganze, mach dir keine Feinde, halte dich als Fremden Händl raus, kehre zurück zur glaubwürdigen schweizerischen Neutralität, sei froh, dass du keine Grossmacht bist und bringe deine eigene Armee zur Selbstverteidigung in Ordnung, auf das du niemals in die Lage kommst, dass ein Raubtier versucht sein könnte, deinen Garten zu überfallen. Beat Janz, der Migrationsminister, in einem Interview der Bundesrat Das Wort Minister ist ja in die Schweiz, auf die Schweiz gemünstigt, ganz berechtigt. Beat Jans, der Bundesrat und Zuständige für die Migrationspolitik, bezeichnet die Initiative der SVP gegen die 10 Millionen Schweiz als unschweizerisch. Also der Versuch, bei der Zuwanderung Mass zu halten, ist unschweizerisch. Was den Umkehrschluss zulässt, dass für Beat Jans also die unbeschränkte Zuwanderung schweizerisch ist, die Masslosigkeit, darüber könnte man auch... diskutieren. Kampf ums WEF. Larry Fink scheint da nun aus den Turbulenzen auch der Epstein-Akten bestärkt zu sein in seinem Wunsch, das WEF unter seine Fittiche zu nehmen, lesen wir in den Sonntagszeitungen. Er hat es ja geschafft, das World Economic Forum in der letzten Ausgabe ganz massiv in die Schlagzeilen zu katapultieren mit einer gewaltigen Delegation der Vereinigten Staaten von Amerika, gleichzeitig Larry Fink, der Chef, und Gründer von BlackRock, der natürlich da auch in massiven Interessenkonflikten drinsteht, wenn er als WEF-Oberhaupt durch die Welt tingelt, um dort dann von den Staatsoberhäuptern empfangen zu werden, mit denen er umgekehrt auch Deals machen kann. Also wir sind sehr gespannt, wie dieses Forum nach dem Wirken des Gründers, der da ja unsanft abgesetzt wurde, in die Zukunft geht, ob das überhaupt eine Zukunft haben wird. Georgia Melonity. Die italienische Ministerpräsidentin profiliert sich in letzter Zeit dadurch, dass sie die Schweiz an den Pranger stellt, den Schweizer Rechtsstaat, wegen Gran Montana. Richtig ist, dass man einiges kritisieren kann, was da im Kanton Wallis passiert ist. Aber diese selbstzufriedene Perspektive, diese arrogante Perspektive der italienischen Ministerpräsidentin ist natürlich befremdlich vor dem Hintergrund, dass nun also Italien alles andere als ein rechtsstaatliches Vorbild ist. Und ich sage das... Ganz präzise, gezielt, abgezirkelt auf ein Thema, in dem die Schweiz und Italien rechtliche Verhältnisse haben. Es geht nämlich um das Dubliner Flüchtlingsabkommen. Das hat Italien unterzeichnet. Das würde Italien verpflichten, alle Migranten, die italienischen Boden zuerst betreten haben, in der EU zu registrieren. Und auch, wenn sie keinen berechtigten Asylanspruch haben, wieder zurückzuschaffen in ihre Herkunftsländer. Das aber machen die Italiener nicht. Sie registrieren zum Teil nicht und geben direkt Zugspilete. Oder sie nehmen dann in Italien registrierte Migranten, Scheinflüchtlinge. Nicht zurück, wenn sie ihnen von der Schweiz überstellt werden. Und das geht also in die Hund. Es gibt Schätzungen, dass es sogar 2000 solcher Dublin-Flüchtlinge in der Schweiz gibt, die wir bezahlen müssen für viele Millionen Franken, die Italien sich weigert zurückzunehmen. Das ist also eine klassische, antirechtstaatliche, illegale Handlung, wenn man so will. Das ist ein Rechtsbruch von Seiten der italienischen Regierung und damit ist es absolut unglaubwürdig und im Grunde eine Frechheit. wie sich da Giorgia Meloni aufführt. Aber eben, wenn du dich selber zum Zwerg machst, musst du dich auch nicht wundern, wenn der andere dich wie einen Zwerg behandelt. Und wir hören keine Proteste aus der Schweiz. Beat Jans sagt nichts an die Adresse der Italiener. Auch seine Kollegen schweigen still. Man will sich ja mit der EU nicht verderben auf diesem Unterwerfungskurs, den man fatalerweise beschritten hat. Nein, Beat Jans gibt der italienischen Ministerpräsidentin Indirekt auch noch recht, indem er sich da beteiligt an diesen Schuldzuweisungen und Selbstbeschuldigungsritualen des Bundesrates, der er endlich entschlossen hat, Almosen zu verteilen für die Opfer von Grand Montana, Geld zu verschenken ohne gesetzliche Grundlage, das wird jetzt hinterher herbeigehebelt. Und da bezichtigt man sich selbst mit dem Resultat, dass man eben aus dem Ausland auch... schäbig behandelt wird. Der Bundesrat nicht auf dem Kurs der Interessenvertretung der Schweiz. Sozialdemokraten und ihre Delegiertenversammlung am Samstag, Zulassung von Kopftüchern im Schulunterricht, das ist ein harter Bruch mit bisherigen laizistischen Traditionen der sozialdemokratischen... Partei, ein Feminismus à la carte, ein Feminismus von Fall zu Fall. Früher haben sie immer gesagt, das Kopftuch sei frauenunterdrückend. Jetzt allerdings finden sie, man sollte es erlauben im Schulunterricht, wenn es islamische Lehrkräfte gibt. Also da die SP auch auf Unterwerfungskurs löst immer mehr Irritationen aus, auch im Kreise ihrer Anhänger oder früheren Anhänger. Meine Damen und Herren, das war's. In aller gebotenen Kürze angesichts der etwas aufwühlenden Nachrichtenlage. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit, melde mich gleich zurück mit der internationalen Sendung. Bis dann. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und... Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelernt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche, jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt, denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de, sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen... Bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.