Das prestigeträchtige Nato-Projekt von SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius droht an einem massiven Personalmangel zu scheitern, berichtet der Spiegel. Wie aus internen Statistiken hervorgeht, fehlen der Bundeswehr für die dauerhafte Stationierung einer Kampfbrigade in Litauen tausende Freiwillige. Besonders bei den Mannschaften klafft eine riesige Lücke: Während Pistorius versprach, den Einsatz ausschliesslich mit Freiwilligen zu bestreiten, meldeten sich für zentrale Kampfverbände wie das Panzerbataillon 203 bislang nicht einmal die Hälfte der benötigten Soldaten.
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Drastisch ist die Lage bei den Unterstützungstruppen: Von fast 2000 gesuchten Spezialisten wie Pionieren oder Artilleristen meldeten sich bis Ende Januar lediglich rund zehn Prozent. Trotz üppiger Zulagen, deutscher Schulen vor Ort und Hilfe bei der Jobsuche für Ehepartner scheint die Attraktivität des zweijährigen Einsatzes im Baltikum begrenzt zu sein.
Das Heer versucht nun mit einer verzweifelten Werbe-Offensive gegenzusteuern: 43.000 Informationsschreiben werden verschickt und Interessenten dürfen zu Besichtigungen nach Litauen jetten. Intern wird bereits über eine Reduzierung der Einsatzzeit auf ein Jahr debattiert – und sogar das bisherige Dogma der Freiwilligkeit steht zur Disposition.