Polens Verteidigungsminister stoppt LGBTQ-Schulung im Militär
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Polens Verteidigungsminister stoppt LGBTQ-Schulung im Militär

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Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz hat eine geplante Schulung zu LGBTQ-Themen aus dem Ausbildungskatalog des Militärs für 2026 gestrichen. Dies teilte das Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung mit.

Vorgesehen war eine Fortbildung unter dem Titel «Menschenrechte und die Perspektive des Genders in Militäroperationen». Nach Kritik aus der Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) sowie Medienberichten wurde das Angebot zurückgezogen.

PAWEL SUPERNAK / KEYSTONE
Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (links) mit Premier Donald Tusk.
PAWEL SUPERNAK / KEYSTONE

Der PiS-Abgeordnete Andrzej Sliwka sagte dem Radiosender Republika: «Während sich die ganze Welt, allen voran die USA, von der Woke-Kultur abwendet, präsentiert Kosiniak-Kamysz solche Erfindungen.» Weiter erklärte er: «Ich warte nur darauf, dass er mit der Idee biologisch abbaubarer Raketen oder elektrischer Panzer kommt.»

Auch der frühere Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak äusserte Kritik. «Man darf sich solchen erpresserischen Forderungen von unvernünftigen Menschen nicht beugen, die dazu führen, dass die Vereinigten Staaten aus Europa verdrängt werden.»

Die Schulung war vom Rat für Frauen im Militär vorgeschlagen und vom Personalrat genehmigt worden. Vorsitzende des Gremiums ist Nina Kaczmarek, die seit 2012 der Armee angehört. Der Rat berät das Ministerium in Gleichstellungsfragen.

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