Präsident des Internationalen Boxverbands fordert: Imane Khelif soll «olympische Medaille von Paris zurückgeben»
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Präsident des Internationalen Boxverbands fordert: Imane Khelif soll «olympische Medaille von Paris zurückgeben»

Er ist der Erste, der öffentlich die Rückgabe der von Imane Khelif gewonnenen olympischen Goldmedaille im Frauenboxen fordert. Gemäss Umar Kremlew, Präsident des Internationalen Boxverbands IBA, haben die Testergebnisse eindeutig gezeigt, dass Khelif über X- und Y-Chromosomen verfügt und damit ein biologischer Mann ist. Daher sollte Imane Khelif «die olympische Medaille von Paris zurückgeben».

Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved
FILE - Gold medalist Algeria's Imane Khelif kisses her medal for the women's 66 kg final boxing match at the 2024 Summer Olympics, Friday, Aug
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Dem IOC unterstellt Kremlew, Medaillen nach politischem Interesse zu vergeben. «Das IOC kämpft nicht für Fairness im Sport», so der Funktionär gegenüber der britischen Daily Mail.

Bereits 2022 und 2023 hatte die IBA Khelif nach zwei Geschlechtstests von Frauenwettbewerben ausgeschlossen. Dennoch erlaubte das Olympische Komitee dem algerischen Boxer, bei den olympischen Spielen im Frauenboxen anzutreten. Entscheidend für die Offiziellen war ausschliesslich die Geschlechtsangabe in Khelifs Pass.

Zudem bezeichnete der Sprecher des IOC, Mark Adams, damals bei einer Pressekonferenz in Paris, die Ergebnisse der Tests als «ad hoc» und «nicht legitimiert». Dabei konnte der Sportjournalist Alan Abrahamson belegen, dass das Olympische Komittee bereits über ein Jahr vor den Spielen vor den Testergebnissen gewarnt worden war.

Dennoch schlug man sich auch in den deutschen Medien schnell auf die Seite von IOC und Khelif. Man sprach gar von einer Kreml-gesteuerten Kampagne und gefälschten Tests. Khelif durfte derweil weiter bei Olympia boxen, zeigte sich in jedem Kampf seinen weiblichen Kontrahenten deutlich überlegen und errang schliesslich die Goldmedaille. Boxerinnen, wie die Italienerin Angela Carini und die Ungarin Luca Anna Hamori, sahen sich öffentlichen Shitstorms ausgesetzt, nachdem sie Kritik geäussert hatten. Khelif wurde anschliessend gefeiert. Die Vogue widmete ihm sogar eine rührselige Titelstory über Diskriminierung und Durchhaltevermögen.

Genau jene Stimmen, die Khelif damals so vehement verteidigt haben, sind nun erstaunlich still. Der Skandal und der Verrat am Frauenboxsport bleibt jedoch. Frauen wurden um ihre ehrliche Chance bei Olympia gebracht. All dies gehört aufgearbeitet und nicht unter den Teppich gekehrt.

Es ist wichtig, dass hier Druck gemacht wird. Das Statement von Krelmew ist ein Anfang.

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