Der Iran prüft den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges weiter, obwohl die erste Reaktion negativ ausgefallen ist. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter sagte laut Reuters, Teheran habe den Plan «noch nicht endgültig zurückgewiesen».
Zuvor hatte das staatliche iranische Fernsehen unter Berufung auf eine anonyme Quelle berichtet, der 15-Punkte-Plan sei abgelehnt worden.
Die widersprüchlichen Signale deuten darauf hin, dass innerhalb der iranischen Führung noch keine abschliessende Entscheidung gefallen ist. Die erste negative Reaktion sei über Pakistan an die US-Regierung übermittelt worden. Gleichzeitig laufen laut Washington die Gespräche weiter. Diese seien «produktiv», erklärte das Weisse Haus, ohne Details des Vorschlags zu bestätigen.
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Parallel verschärfen die USA den Druck. Sprecherin Karoline Leavitt sagte, Präsident Donald Trump bluffe nicht und sei bereit, «die Hölle zu entfesseln». Iran dürfe sich «nicht erneut verkalkulieren». Sollte Teheran die militärische Lage nicht anerkennen, werde es «härter getroffen werden als je zuvor».
Nach Medienberichten sieht der amerikanische Entwurf unter anderem eine einmonatige Feuerpause vor. Zudem stehen Forderungen im Raum, den Betrieb zentraler Atomanlagen zu beenden und den freien Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus sicherzustellen. Ein Regierungswechsel wird in dem Plan nicht verlangt.