Ein linksradikales Aktionsbündnis hat die Privatadresse des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger veröffentlicht und zu Protesten vor dessen Wohnsitz aufgerufen. Die Gruppe «Rheinmetall entwaffnen» will laut Bild Ende August durch das Düsseldorfer Villenviertel marschieren, um Papperger «höchstpersönlich» mit Kriegsopfern aus Gaza und dem Jemen zu konfrontieren. Der Staatsschutz ist eingeschaltet.
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Rheinmetall reagierte mit scharfer Kritik: Man habe «keinerlei Verständnis» dafür, wenn Menschen in ihrem privaten Umfeld bedrängt würden. Das Unternehmen betonte, es leiste mit seinen Produkten einen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Europas und zum Schutz der Demokratie.
Die Polizei prüft derzeit, ob die Aktion als Einschüchterungsversuch gewertet werden muss. Der Protestmarsch sei als «Aufzug unter freiem Himmel» angemeldet worden. Eine stationäre Demonstration direkt vor Pappergers Haus sei bislang nicht vorgesehen.