New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat im historischen Rathaus der Stadt ein Ramadan-Fastenbrechen veranstaltet und damit eine politische Kontroverse ausgelöst, berichtet das Portal Apollo News.
Der Bürgermeister lud zahlreiche Gäste zum sogenannten Iftar ins Rathaus ein. Nach Sonnenuntergang brachen Teilnehmer dort gemeinsam ihr Fasten. Anschliessend fand ein islamisches Gebet statt, wofür im Gebäude Gebetsteppiche ausgelegt wurden. Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie Mamdani, selbst Muslim, an der Veranstaltung und am Gebet teilnimmt.
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Die Feier wurde in Teilen der Öffentlichkeit positiv aufgenommen, löste zugleich aber Kritik aus. Gegner warfen der Stadtverwaltung vor, religiöse Rituale in einem staatlichen Gebäude zu veranstalten und damit die Trennung von Staat und Religion in Frage zu stellen. Die New Yorker Stadträtin Vickie Paladino erklärte, sie halte es für «unglaublich», dass offizielle religiöse Zeremonien im Rathaus stattfinden.
Zusätzliche Empörung entstand durch ein Video, auf dem ein Teilnehmer während der Veranstaltung einen sogenannten IS-Gruss zeigt. Der Vorfall verbreitete sich rasch in sozialen Netzwerken. Offizielle Angaben der Stadt zu dem Zwischenfall lagen zunächst nicht vor.
Bereits wenige Tage zuvor hatte Mamdani in seiner offiziellen Residenz ein weiteres Fastenbrechen organisiert. Dort traf er sich mit dem palästinensischen Aktivisten Mahmoud Khalil und dessen Familie.