Statt sich auf protektionistische Massnahmen wie Zölle zu verlassen, sollten die USA von Chinas erfolgreicher Industriepolitik lernen – zu diesem Schluss kommt eine neue Analyse des berühmten Rand-Instituts in Amerika. Die Autoren argumentieren, Pekings Industrieerfolg beruhe weniger auf Importsubstitution als auf gezielter Förderung von Investitionen, langfristiger Planung und Forschung.
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China habe nie ausschliesslich auf Zölle gesetzt, sondern eine breite Palette an Förderinstrumenten genutzt – von Steuererleichterungen über Subventionen bis hin zu staatlich gelenkten Investitionen, heisst es in dem Bericht. Ein zentrales Element sei die Anziehung ausländischer Direktinvestitionen gewesen, die den Transfer von Technologie und Know-how ermöglicht hätten.
Laut Rand ist Peking ausserdem erfolgreicher darin, langfristige industrielle Ziele vorzugeben. Programme wie «Made in China 2025» oder der Entwicklungsplan für Robotik hätten Planungssicherheit geschaffen und Investitionen gelenkt. Gleichzeitig werde Chinas Wirtschaft zunehmend auf den Binnenkonsum ausgerichtet – ein Modell, das sich für die USA aufgrund ihrer bereits grossen Binnenwirtschaft weniger eignet.
Ein weiterer Punkt: Chinas Fokus auf Automatisierung statt Arbeitsplatzschaffung. Die dortige Industrie setzt auf Produktivität und Robotik, nicht auf menschliche Arbeitskraft. US-Fabriken müssten demnach stärker kapital- als arbeitsintensiv aufgestellt sein, um international konkurrenzfähig zu bleiben.