Rassistische Diskriminierung nimmt in der Schweiz ab. Trotz dieser eigentlich guten Nachricht blasen die Schweizer Medien weiterhin Trübsal: SRF relativiert die Erfolgsmeldung als «Ausrutscher», der «Blick» ignoriert sie gänzlich
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Rassistische Diskriminierung nimmt in der Schweiz ab. Trotz dieser eigentlich guten Nachricht blasen die Schweizer Medien weiterhin Trübsal: SRF relativiert die Erfolgsmeldung als «Ausrutscher», der «Blick» ignoriert sie gänzlich

2022 gaben 16,6 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung an, innerhalb der letzten fünf Jahre rassistisch diskriminiert worden zu sein. Dies zeigen die Daten der Fachstelle für Rassismusbekämpfung des Bundes (FRB). 2020 waren es noch 18,9 Prozent. Was eine Abnahme von 2,3 Prozent bedeutet.

PETER KLAUNZER / KEYSTONE
A young woman protests against racism after the worldwide movement of the Black Lives Matter (BLM) protest against the recent death of George Floyd in Bern, Switzerland, Saturday, 13 June 2020
PETER KLAUNZER / KEYSTONE

Nur: Die eigentlich erfreuliche Nachricht wird vom Schweizer Fernsehen sogleich relativiert. Marianne Helfer, Leiterin der FRB, sagt im SRF, es handle sich bei der Abnahme wohl eher um einen «Ausrutscher» als einen Wendepunkt. Rückblickend sei der Trend seit 2010 klar gestiegen.

Der Blick ignoriert die Abnahme fast gänzlich. Er verweist lediglich darauf, dass 2020 die Diskriminierung am höchsten gewesen sei. Von Abnahme oder Trendwende ist nirgends die Rede.

Statt sich über Positives zu freuen, wird weiterhin über die weite Verbreitung des Rassismus in der Schweiz berichtet.

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