Die Grünen-Bundestagsfraktion fordert, die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung direkt an die Bürger auszuzahlen. «250 Euro Klimageld im Jahr pro Person würden vor allem Menschen mit geringem Einkommen spürbar entlasten», sagte die klimapolitische Sprecherin Lisa Badum der Deutschen Presse-Agentur. Die Auszahlung soll aus den Rekordeinnahmen des Emissionshandels finanziert werden.
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Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle nahm Deutschland 2025 mehr als 21,4 Milliarden Euro aus dem europäischen und nationalen Emissionshandel ein – so viel wie nie zuvor. Diese Mittel fliessen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), aus dem Programme zur Gebäudesanierung, zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft und zum Ausbau der Elektromobilität finanziert werden.
Badum kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. «Milliarden, die eigentlich den Weg zur Klimaneutralität finanzieren sollen, verpuffen in kurzsichtigen Gassubventionen», sagte sie. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das der Bundestag im Vorjahr beschlossen hatte, sollte laut Badum stärker für Klimaschutz und soziale Entlastung genutzt werden – nicht für fossile Übergangslösungen.