Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5000 US-Dollar überschritten. Eine Feinunze Gold (zirka 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel an der Metallbörse in London bis zu 5093 US-Dollar und erreichte damit ein historisches Allzeithoch, wie Marktbeobachter berichten. Allein in den ersten 26 Tagen des Jahres legte der Goldpreis um mehr als 15 Prozent zu.
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Im Vergleich dazu fiel die Entwicklung an den Aktienmärkten deutlich schwächer aus: Der Dax gewann im selben Zeitraum rund 1 Prozent, der Weltaktienindex MSCI World stagnierte weitgehend.
Als wichtigste Treiber gelten die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Händler verweisen auf die Lage im Iran sowie auf zeitweilige Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland. Zusätzlich sorgen Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed für Verunsicherung, nachdem Trump Fed-Chef Jerome Powell wiederholt öffentlich angegriffen hat.
Auch Silber verzeichnete zuletzt starke Gewinne. Der Preis für eine Feinunze stieg in der vergangenen Woche erstmals über 100 US-Dollar. Silber wird unter anderem in der KI-, der Robotik- und der Energietechnik stark nachgefragt.
Die US-Bank Goldman Sachs rechnet inzwischen mit Goldpreisen von bis zu 5400 Dollar je Feinunze bis Ende 2026.