Rheinmetall-Chef Armin Papperger warnt vor weltweit schrumpfenden Beständen an Luftabwehrsystemen infolge des Kriegs gegen den Iran. Dies sagte er dem Sender CNBC. «Ich denke, dass im Moment alle europäischen, amerikanischen und auch nahöstlichen Bestände leer oder nahezu leer sind», erklärte Papperger.
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Er fügte hinzu, sollte der Krieg noch einen Monat andauern, gebe es «fast keine Raketen mehr». Iran setzte dabei neben Raketen auch günstige Drohnen ein, was den Verbrauch teurer Abfangsysteme stark erhöhte.
Nach Angaben des Wall Street Journal genehmigten die USA unterdessen Waffenverkäufe im Wert von rund zwanzig Milliarden Euro an die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Jordanien, darunter Luftabwehrsysteme. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte zudem, in wenigen Tagen seien mehr Patriot-Abfangraketen eingesetzt worden als in mehreren Jahren Krieg in der Ukraine.
Papperger sieht darin eine neue Entwicklung der Kriegsführung. Günstige Drohnen könnten gezielt eingesetzt werden, um Luftabwehrsysteme zu erschöpfen. Gleichzeitig betonten Vertreter der USA und Israels, ihre Bestände seien ausreichend.
Die EU-Kommission prüft laut Bericht neue Instrumente dafür, die Rüstungsproduktion auszuweiten und Vorräte aufzubauen.