Roger Köppel irrt: Warum der Weltwoche-Chefredaktor bei seiner Kritik am Iran-Krieg in die Moralfalle tappt
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Roger Köppel irrt: Warum der Weltwoche-Chefredaktor bei seiner Kritik am Iran-Krieg in die Moralfalle tappt

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Roger Köppel irrt: Warum der Weltwoche-Chefredaktor bei seiner Kritik am Iran-Krieg in die Moralfalle tappt
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Dies ist meine Kritik an Roger Köppel. Er kritisiert den US/Israel-Überfall auf den Schiitenstaat Iran nach den Prinzipien des Völkerrechts. Und stürzt sich dabei in die Falle, die allen droht, die einen moralischen Unterschied zwischen Gut und Böse sehen.

Und den gibt es nicht. Es gibt nur den Unterschied zwischen den Perspektiven. Wer nach der einen Perspektive lebt, ordnet den Überfall als gut für die Menschheit ein, wer nach der anderen Perspektive lebt, sieht das Gegenteil.

ABEDIN TAHERKENAREH / KEYSTONE
Teheran nach einem Luftangriff am 3. März 2026.
ABEDIN TAHERKENAREH / KEYSTONE

Unsere Perspektive. Mit ihr versuche ich, unsere «westliche» Sicht des Lebens, des Universums, der Quanten und aller Werte mit einfachen Worten zu qualifizieren. Alles hat einen logischen Sinn nach der Auffassungskapazität des menschlichen Gehirns, der Funktionsweise seiner Zellen. Es ist nur eine Frage der Geduld, bis wir alle Geheimnisse des Lebens, des Raums und der Zeit entschlüsselt haben.

Die schiitische Perspektive. Die Schiiten glauben an die Unfehlbarkeit ihrer Imame. Sie sind die Vertreter Gottes auf der Erde. Sie wissen Bescheid über das Leben nach dem Tod, sie kennen das Geheimnis über den Anfang und das Ende aller Dinge, sie haben diesen Sinn, der uns fehlt, die Unendlichkeit verständlich zu verstehen und zu beschreiben.

Es ist so einfach. Einstein sagte, die Lichtgeschwindigkeit ist das Ende der Materie. Beschleunigt man die Materie auf Lichtgeschwindigkeit, wird sie zur Welle … Und das heisst: Was wir in der Substanz verstehen können, Materie und ihren Aufbau, existiert nur in einer bestimmten Bewegung. Materie, Raum, Zeit sind abhängig von ihrer Energie.

Für die Schiiten ist die Energie göttlich. Der Mensch wird sie nie begreifen können. Für uns ist Gott menschlich. Eines Tages, wenn wir genug geforscht haben, werden wir ihn verstehen.

Wer nach unserer Auffassung von Gut und Böse lebt, dies auch weiterhin möchte, sollte den US/Israel-Überfall auf den Staat, der einmal Persien hiess und das schier unendliche Schachspiel erfunden hat, nicht verurteilen. Wer die menschlich weniger arrogante Sicht der Imame teilt, die Dinge aus ihrer Perspektive beurteilt, sollte es natürlich müssen.

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