Vor dem geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Alaska geraten deutsche Rüstungswerte unter Druck. Das berichtet das Portal Wallstreet Online.
Anleger fürchten, dass Friedenssignale aus den Gesprächen die milliardenschweren Auftragsfantasien dämpfen könnten. Die Unternehmen Rheinmetall, Renk und Hensoldt verloren am Montag vorbörslich jeweils mehr als 5 Prozent, nachdem ihre Kurse seit Jahresbeginn zwischen 147 und 235 Prozent gestiegen waren.
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Schwache Quartalszahlen von Rheinmetall und ein verhaltener Auftragseingang hatten bereits vergangene Woche für Ernüchterung gesorgt. Analysten warnen, eine Waffenruhe in der Ukraine könnte Neubestellungen bremsen.
Das Treffen in Alaska soll eine mögliche Friedenslösung für den seit über drei Jahren andauernden Krieg ausloten. Nato-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, man müsse «zur Kenntnis nehmen, dass Russland einen Teil des ukrainischen Territoriums kontrolliert», forderte aber Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
Führende europäische Politiker, darunter Emmanuel Macron, Friedrich Merz, Donald Tusk, Keir Starmer und Ursula von der Leyen, plädierten für eine Mischung aus aktiver Diplomatie, Unterstützung für Kiew und Druck auf Moskau. Präsident Selenskyj bekräftigte, kein Abkommen zu akzeptieren, das Gebietsverluste oder Souveränitäts-Einbussen bedeutet.
Die geopolitische Unsicherheit und mögliche Friedensverhandlungen setzen die hoch bewerteten Rüstungsaktien kurzfristig unter Druck – trotz prall gefüllter Auftragsbücher.