Seit der Einführung des vereinfachten Verfahrens haben rund 3000 Menschen in der Schweiz ihren Geschlechtseintrag im Personenstandsregister geändert. Dies teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) mit. Allein im vergangenen Jahr liessen 574 Personen ihren Eintrag anpassen, wie aus den provisorischen Ergebnissen hervorgeht.
SWEN PFÖRTNER / KEYSTONE
Gemäss BFS erfolgten 312 Änderungen von «Mann» zu «Frau» und 262 von «Frau» zu «Mann». Regional wurden die meisten Anpassungen im Kanton Zürich registriert, wo 120 Fälle gezählt wurden. Im Kanton Appenzell Innerrhoden gab es hingegen keine Änderungen.
Mehr als die Hälfte der Gesuche stammte von Personen unter 25 Jahren. Ihr Anteil lag bei 56 Prozent. Minderjährige unter 16 Jahren benötigen für die Änderung die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertretung.
Eine Änderung des Geschlechtseintrags ist seit dem 1. Januar 2022 möglich. Seither kann eine entsprechende Erklärung beim Zivilstandesamt eingereicht werden. Im Einführungsjahr wurden 1117 Änderungen registriert, im Jahr 2023 waren es 713. Seither liegt die Zahl laut BFS bei rund 600 Fällen pro Jahr.