Sanktionen sollen nicht einfache Russen treffen, gelobte die EU. Ach ja? Jetzt soll es immer schwieriger für Russen werden, ein Visum zu bekommen
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Sanktionen sollen nicht einfache Russen treffen, gelobte die EU. Ach ja? Jetzt soll es immer schwieriger für Russen werden, ein Visum zu bekommen

Wer erinnert sich an Europas erstes Sanktionspaket gegen Russland?

Damals war die Rede, dass man nur die Spitzbuben im Kreml und ihre Spiessgesellen treffen wolle, aber nicht einfache Russen. Man ist doch kein Unmensch.

Das war schon damals gelogen, und es ist auch heute nicht wahr, kurz vor dem neunzehnten Sanktionspaket.

VSE PRAVA ZASHISHENI
Male hand on a red passport on a gray background
VSE PRAVA ZASHISHENI

Die Zivilbevölkerung war von Anfang an Leidtragender der Strafmassnahmen – in voller Absicht. Die Bürger würden sich gegen das Regime auflehnen, sobald sie sähen, wie ihnen die Regierungspolitik schade, so das Kalkül.

Diese Kurzschlusslogik hat noch nie funktioniert. Sanktionen erreichen meist das Gegenteil – einen Schulterschluss mit der Führung.

Doch da sich die EU penibel an das Einstein zugeschriebene Diktum von Dummheit hält – immer das Gleiche zu tun und ein anderes Resultat zu erwarten –, hat man noch mal draufgesattelt: Jetzt sollen die Bedingungen erschwert werden, unter denen russischen Staatsbürgern Visa erteilt werden.

Dumm? Sicher. Durchtrieben? Unbedingt. Ziel ist es, Kontakte mit Russen so weit wie möglich zu unterbinden. Wen man nicht kennt, den kann man besser dämonisieren.

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