Satire ohne Pointe: NDR-Sendung «Extra 3» löscht Grönland-Beitrag nach Protesten und zahlt Bussgeld für misslungene Aktion
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Satire ohne Pointe: NDR-Sendung «Extra 3» löscht Grönland-Beitrag nach Protesten und zahlt Bussgeld für misslungene Aktion

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Satire ohne Pointe: NDR-Sendung «Extra 3» löscht Grönland-Beitrag nach Protesten und zahlt Bussgeld für misslungene Aktion
Satire ohne Pointe: NDR-Sendung «Extra 3» löscht Grönland-Beitrag nach Protesten und zahlt Bussgeld für misslungene Aktion
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Nach Kritik an einer missglückten Aktion in Grönland hat der NDR einen geplanten Satirebeitrag aus der Sendung «Extra 3» gestrichen und sich öffentlich entschuldigt. Statt des vorgesehenen Films mit Comedian Maxi Schafroth wurde am Donnerstagabend eine mehrminütige Erklärung ausgestrahlt, in der sich Moderator Christian Ehring und Schafroth selbst zur Situation äusserten.

Screenshot ARD
Statt des vorgesehenen Films mit Comedian Maxi Schafroth wurde am Donnerstagabend eine mehrminütige Erklärung ausgestrahlt, in der sich Moderator Christian Ehring und Schafroth selbst zur Situation äusserten.
Screenshot ARD

Hintergrund war ein Dreh Ende Januar in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Schafroth hatte sich dort als vermeintlicher US-Vertreter ausgegeben, Interviews mit überraschten Passanten geführt und versucht, eine US-Flagge vor dem Kulturzentrum zu hissen. Der Beitrag sollte sich satirisch mit Donald Trumps früheren Plänen beschäftigen, Grönland zu kaufen.

Das Vorhaben kam nicht gut an. Mitarbeiter des Kulturzentrums unterbanden die Aktion, Videos verbreiteten sich in sozialen Netzwerken. Die Bürgermeisterin des Bezirks Kommuneqarfik Sermersooq, Avaaraq Olsen, sprach von einem «rücksichtslosen Verhalten» in einer Gemeinschaft, die bereits unter psychischem Druck stehe. Neben Kritik aus der Bevölkerung gab es auch ein Bussgeld für das NDR-Team.

Wie der Spiegel berichtet, räumte Schafroth ein, dass das Team «den Spieltrieb etwas übertrieben» habe. Drehs lebten zwar von Improvisation, aber man habe «sich vergriffen». Olsen habe die Entschuldigung inzwischen angenommen, was ihm «wahnsinnig wichtig» sei.

Auch Ehring zeigte sich selbstkritisch: «Wir haben den Fehler gemacht, dass wir eine Insel, die einer akuten Bedrohung ausgesetzt ist, als Kulisse benutzt haben für unsere Kritik an den USA.» Und fügte hinzu: «In dem Fall muss man sagen, dass Satire und Realität eben näher beieinanderliegen als die USA und Grönland».

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.