Die Vorgeschichte: Ab dem 15. April 2026 wollten die SBB mit ihrem neuen Euronight von Basel nach Kopenhagen und Malmö fahren, drei Mal pro Woche und ohne Umsteigen. Damit entstehe erstmals seit Jahren wieder eine direkte Bahnverbindung aus der Schweiz nach Skandinavien, so die Ankündigung.
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Weshalb es diese Verbindung braucht, erschliesst sich einem allerdings nicht. Es sieht mehr danach aus, als würden hier links-grüne Kreise versuchen, CO2-Gelder verbraten zu wollen, und dafür in den SBB den Partner für solch abenteuerliche Pläne gefunden haben.
Konkret: Die Gelder aus den Emissionszertifikaten der Fluggesellschaften sollen via CO2-Gesetz zur Subventionierung dieser Nachtzügen eingesetzt werden. Insgesamt kostet der Euronight nach Malmö die Steuerzahler bis 2030 gegen 47 Millionen Franken.
Doch nun hat die Finanzkommission des Nationalrates im Rahmen der Budgetberatung und aufgrund des Spardrucks dieses Geld gestrichen. Damit steht die neue Nachtverbindung vor dem Aus.
Der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark wundert sich, dass die SBB trotzdem bereits Werbung für diesen Nachtzug schalten, obwohl sich der Gesetzgeber noch über die Subventionen streitet, so der SVP-Verkehrspolitiker.
Tatsächlich sind seit dem 4. November 2025 sogar Buchungen auf dem Nachtzug nach Malmö mit einer Vorverkaufsfrist von 180 Tagen möglich, wie SBB-Sprecherin Sabrina Schellenberg zu verstehen gibt: «Mit dem Verkaufsstart gehen auch die entsprechenden Marketing-Massnahmen einher, um das neue Angebot bekannt zu machen. Es handelt sich um ein Kundenbedürfnis, Nachtzugsreisen bereits frühzeitig buchen zu können. Eine Vorverkaufsfrist von 180 Tagen ist Standard. Würden wir diese Vorverkaufsfrist nicht anbieten, würden wir gegenüber alternativen Reisemöglichkeiten an Attraktivität verlieren. Der Zeitpunkt des Verkaufsstarts wurde zudem mit dem BAV abgesprochen.»