Sie sei schon immer eine schüchterne Person gewesen, sagt Lara Wolf über sich. Gleichzeitig habe sie bereits in der Primarschule ihre Freude daran entdeckt, sich beim Singen oder auf der Bühne ausdrücken zu dürfen können. Heute trifft man die in Teheran geborene und in Winterthur aufgewachsene Doppelbürgerin meistens zu Hause in Brooklyn an – vorausgesetzt, sie dreht nicht gerade in Tiflis oder Rom oder besucht das Zurich Film Festival oder die Geneva Watch Days als Mitglied der Bulgari Family.
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Ärztin, Anwältin, Architektin – die Berufswünsche für die Tochter liess ihre persische Mutter immer wieder durchblicken. Am Ende entschied sich Lara Wolf dann aber doch für ein Psychologiestudium – und behielt ihren noch rebellischeren Wunsch, sich in den USA als Schauspielerin zu versuchen, vorerst im Hinterkopf.
Nach dem Bachelor-Abschluss aber machte sie sich mit ihrem Ersparten auf nach New York, um eine Schauspielschule zu besuchen. Die Anfänge im Filmbusiness, die Suche nach einem Agenten, die ersten kleinen Rollen, aber auch die Herausfoderung, sich in einer Riesenstadt durchzusetzen («New York härtet einen ab!»): All das sei sehr anspruchsvoll gewesen – und bleibe weiterhin anspruchsvoll. Gut erinnern kann sich Lara Wolf an ihren ersten grossen Erfolg, als sie sich den Lead in einer Folge der Thriller-Serie «Quantico» gesichert hat.
Als Nächstes mit ihr erscheint der Actionfilm «Hotel Tehran» von Guy Moshe mit Liam Neeson in der Hauptrolle. Ihre Arbeit führt sie mal nach Italien, mal nach Georgien, mal nach Hamburg. Wo aber ist sie wirklich zu Hause? «Ich fühle mich als Weltbürgerin», sagt Lara Wolf. Verbringt sie Zeit in der Schweiz, trifft sie sich gerne mit ihrer Familie und Freunden aus Studientagen und tankt Kraft am Zürichsee. Dass sie das derzeit öfter tut, liegt an ihrem Engagement für Bulgari Schweiz; denn liest sie nicht gerade Drehbücher und spricht für Castings vor, schlüpft Lara Wolf für den luxuriösen Schmuck- und Lifestyle-Brand regelmässig in die Rolle einer Markenbotschafterin. Daneben träumt sie manchmal davon, mit Darren Aronofsky zu drehen – oder spielt mit dem Gedanken, eines Tages doch noch den Master nachzuholen und das C.-G.-Jung-Institut zu besuchen.
Laras Lieblinge:
Schmuck: Das «Serpenti»-Collier von Bulgari repräsentiert für Lara Wolf weibliche Stärke, Intelligenz und Anpassungsfähigkeit.
Film: Die italienisch-israelische Produktion «Lolita lesen in Teheran» (2024) unter Regie von Eran Riklis wurde in Rom gedreht. Lara Wolf spielt darin die Rolle der Studentin Azin.
Restaurant: Das Konzept von Elif Oskans Neo-Bistro «Gül» in Zürich überzeugt die Schauspielerin: «Mir gefällt alles, was man teilen kann.»
TV-Serie: In der historischen Dramaserie «Those About to Die» (2024, auf Prime Video) spielt Lara Wolf die jüdische Königin und Titus’ Geliebte Berenike.
Uhr: «Verspielt, exzentrisch und nur etwas für Trägerinnen mit genügend Selbstvertrauen»: Uhr «Tubogas Manchette» von Bvlgari.
Dieser Text erschien in der aktuellen Ausgabe des WW-Magazins.