Die Europäische Kommission will das geplante Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab dem Jahr 2035 früher als bislang vorgesehen überprüfen. Ursprünglich war die Evaluierung für 2026 geplant, nun soll sie laut einem Sprecher von Industriekommissar Stéphane Séjourné «schnellstmöglich» erfolgen – und zwar noch vor Ende 2025, berichtet die Bild-Zeitung.
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Die Ankündigung folgt auf massiven Druck aus der Automobilbranche, die angesichts konjunktureller Unsicherheiten und schleppender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auf eine Flexibilisierung der Vorschriften drängt. Autobauer und Zulieferer fordern unter anderem Ausnahmen für E-Fuels und Hybride, längere Übergangsfristen sowie überarbeitete CO2-Ziele.
In Brüssel traf EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen mit Vertretern der Autoindustrie zusammen. Im Anschluss erklärte sie auf dem Kurznachrichtendienst X, sie habe «die Bedenken der Industrie gehört». Angesichts des technologischen Wandels und geopolitischer Herausforderungen könne es kein «Weiter so» geben. Wörtlich kündigte sie an: «Wir werden Dekarbonisierung und Technologieoffenheit miteinander verbinden.»