In Hamburg haben mehr als 1000 Schüler gegen den neuen Wehrdienst demonstriert, berichtet die Bild-Zeitung. Nach Angaben der Polizei nahmen «in der Spitze rund 1200 Personen» an dem Protest teil.
Unter dem Motto «Schulstreik gegen Wehrpflicht» zogen die Jugendlichen vom Hauptbahnhof bis vor das Rathaus. Auf Plakaten standen Parolen wie «Wir sterben nicht in Euren Kriegen» oder «Fuck Wehrpflicht». Viele machten deutlich, dass sie nicht «Kanonenfutter» werden wollten.
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Die Veranstalter hatten im Vorfeld mit rund 2500 Teilnehmern gerechnet. Bereits Anfang Dezember hatte das Bündnis zu einer ähnlichen Aktion aufgerufen. Damals sprach das Bündnis von 5000 Demonstranten, die Polizei zählte 1700.
Hintergrund ist das Gesetz zum neuen Wehrdienst, das am 1. Januar in Kraft getreten ist. Volljährige junge Männer und Frauen erhalten seither einen Fragebogen, mit dem Eignung und Motivation für einen möglichen Dienst bei der Bundeswehr erfasst werden. Für junge Männer ist das Ausfüllen verpflichtend, da das Grundgesetz eine Wehrpflicht nur für sie vorsieht. Für junge Frauen bleibt die Teilnahme freiwillig.