Schweden geben Untersuchungen zu Nord-Stream-Explosion auf. Für Star-Reporter Seymour Hersh ist klar: «Hochrangige Beamte wussten genau, was vor sich ging»
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Schweden geben Untersuchungen zu Nord-Stream-Explosion auf. Für Star-Reporter Seymour Hersh ist klar: «Hochrangige Beamte wussten genau, was vor sich ging»

Schweden hat die Untersuchungen zu den Anschlägen auf die Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 eingestellt. Was die schwedischen Ermittler herausgefunden haben, bleibt ein Geheimnis.

Für US-Investigativ-Reporter Seymour Hersh ist klar: Schweden weiss, was geschehen ist und wer hinter den Anschlägen steckt. Genauso wie Dänemark, das eigene Untersuchungen eingeleitet hat.

«Die Tatsache, dass die beiden Länder ihre Ermittlungen nicht zu Ende geführt haben, könnte, wie mir gesagt wurde, darauf zurückzuführen sein, dass einige hochrangige Beamte in beiden Ländern genau wussten, was vor sich ging», schreibt Pulitzer-Preis-Träger Hersh in seinem Blog auf Substack.

Swedish Coast Guard via AP
In this picture provided by Swedish Coast Guard, the gas leak in the Baltic Sea from Nord Stream photographed from the Coast Guard's aircraft on Wednesday, Sept
Swedish Coast Guard via AP

Laut Hersh wussten sowohl Stockholm als auch Kopenhagen, dass «die USA schon Monate vor den Explosionen Unterwasser-Tauchübungen in der Ostsee durchgeführt haben».

Seymour Hershs These lautet, die US-Regierung von Joe Biden stecke hinter dem Anschlag – mit der Hilfe Norwegens.

Die Vereinigten Staaten hätten seit dem Anschlag mindestens einen Versuch Russlands abgelehnt, eine unabhängige Untersuchung der Explosionen durch die Vereinten Nationen zu erwirken, schreibt Hersh in seinem neusten Beitrag auf Substack.

Und es gebe «keinen Beweis dafür», dass US-Präsident Biden in den sechzehn Monaten seit der Zerstörung der Pipelines seine Experten «beauftragt» habe, eine umfassende Untersuchung der Explosionen durchzuführen.

Stattdessen hätten «die US-Geheimdienste zusammen mit deutschen Beamten Journalisten unterstützt, die alternative Berichte über die Bombardierung der Pipeline verfasst haben».

Die schwedische Staatsanwaltschaft erklärte am 7. Februar, dass eine vorläufige Untersuchung den Behörden ein «gutes Bild» von dem Vorfall vermittelt habe.

In der Vergangenheit hatte Schweden Wert darauf gelegt, zu belegen, dass es nicht an den Anschlägen beteiligt gewesen war.

Das habe nun bestätigt werden können, so die Behörden in Stockholm: Nichts deute darauf hin, dass Schweden oder schwedische Staatsbürger in den Angriff, der in internationalen Gewässern stattfand, verwickelt gewesen seien.

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