Jeder Schweizer Haushalt muss jährlich 335 Franken für SRF bezahlen. Dafür kriegt der Gebührenzahler nicht nur Informationen, sondern auch sehr viel Gratismoralismus und ein schlechtes Gewissen eingehämmert. So sollen sich Herr und Frau Schweizer gefälligst schämen, wenn der südafrikanische Präsident vorbeischaut.
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Rund um den Staatsbesuch von Cyril Ramaphosa legte SRF den Fokus vor allem auf die Zeit der Apartheit und die damalige Rolle der Schweiz, die laut SRF ganz schlimm gewesen sein muss. Die Geschichte zwischen den beiden Ländern sei «keine einfache». «Während der Apartheid handelte die Schweiz weiter mit Südafrika. Das ist ein Kapitel, das bis heute noch nachhallt und nicht genügend aufgearbeitet wurde. »
In einer anderen Meldung fragt SRF ganz kritisch: «Belastet die Apartheid-Vergangenheit das Verhältnis zu Südafrika?» Die Antwort – nein, natürlich nicht! – kommt erst ganz am Schluss des Artikels. Zuerst gibt es das volle Programm Schweiz-Bashing. Bei einem «historischen» Abriss wird die Eidgenossenschaft als rassistische Mittäterin dargestellt.
Die SRF-Journalistinnen erzählen ihrem Publikum natürlich nichts von der gegenwärtigen Gewalt und vom alltäglichen Rassismus in Südafrika gegen Weisse. Auch nichts von den 56 Millionen Franken, die die Schweizer Steuerzahler allein für das Seco-Kooperationsprogramm 2025–2028 nach Südafrika überweisen, das sind 14 Millionen Franken im Jahr. Ziemlich grosszügig, um dafür von SRF heruntergemacht zu werden.