Der Zürcher Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann spricht sich klar gegen das Abkommen mit der Europäischen Union aus. «Das Abkommen überzeugt mich nicht. Die Schweiz verliert an Souveränität und wird faktisch zum Passivmitglied der EU», sagte Straumann im Weltwoche-Interview.
Wenn mehr Integration gewünscht sei, solle die Schweiz der EU beitreten. «Dann hat sie wenigstens ein Stimmrecht. Ich befürworte diesen Beitritt nicht, aber ich habe Respekt vor dieser Position, weil sie konsequent ist.»
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Straumann kritisiert zudem die schnelle Rückkehr der Schweiz an den Verhandlungstisch nach dem bundesrätlichen Nein zum Rahmenabkommen im Jahr 2021. «Ich kann nicht verstehen, warum die Schweiz nicht länger gewartet hat, um herauszufinden, wie schlimm ein Festhalten am bisherigen Zustand sein würde», so Straumann. Ein paar «Nadelstiche aus Brüssel» hätten bereits ausgereicht, um Bern wieder verhandlungsbereit zu machen.
Das ganze Interview mit Tobias Straumann lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche.