Der 15. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima ist ein dunkler Wendepunkt in der Schweizer Energiepolitik. Was damals als moralisch aufgeladener «Ausstieg» verkauft wurde, entpuppt sich heute als mutwillige Zerstörung unserer Versorgungssicherheit. Unter dem Eindruck emotionalisierter Bilder peitschte die damalige Energieministerin Doris Leuthard einen Technologiestopp für die Kernkraft durch, der die Schweiz heute teuer zu stehen kommt.
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
Es ist ein energiepolitisches Fiasko: Wir haben eine bewährte, CO2-freie und grundlastfähige Technologie ohne Not geopfert, nur um uns in eine gefährliche Abhängigkeit von ausländischem Strom und flatterhaften Energieträgern zu begeben. Dass der Ständerat nun endlich über eine Rückkehr zur Vernunft debattiert, ist ein spätes Eingeständnis dieses monumentalen Fehlers.
Die Schweiz braucht eine realistische Energiepolitik, die den Industriestandort sichert. Wer die Kernkraft ausradiert, ohne einen gleichwertigen Ersatz zu haben, handelt verantwortungslos gegenüber kommenden Generationen. Es wird Zeit, das Fukushima-Trauma zu überwinden und die Kernkraft als tragende Säule unserer Unabhängigkeit wieder zu rehabilitieren.
