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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zurück in der Heimat zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Donnerstag, dem 19. Februar 2000. Und 26, schnallen Sie sich an, heute haben wir ein dichtes, vollgepacktes Programm mit vielen Informationen und Themen. Und es gilt natürlich auch, die neue gedruckte Weltwoche vorzustellen. Wir würdigen in der Titelgeschichte den amerikanischen Unternehmer Elon Musk als Leonardo da Vinci unserer Zeit. Natürlich geben wir hier massiv Gegensteuer gegen die freudlose allgemeine... Elon-Musk-Berichterstattung, vor allem in Europa, in China, ist er ein Held. In den Vereinigten Staaten polarisiert er und in Europa ist er unten durch. Aber wir erinnern an die grossartigen, einzigartigen unternehmerischen Leistungen dieses heute in den USA lebenden Südafrikaners. Und man muss das herausstreichen, man muss das ganz speziell würdigen, wie hier eben unternehmerischer Idealismus. Die Fähigkeit, gewaltige Leistungen zu bringen, auch die Innovationskraft und die schiere Energie dieses Mannes, also wirklich transformative Qualitäten entwickeln, geeignet sein könnten, vielleicht auch schon jetzt geeignet sind, hier den Menschen grosse Vorteile zu verschaffen in verschiedensten Bereichen. Schuster, bleib bei deinem Leisten, das ist nicht unbedingt der Grundsatz von Elon Musk, Das mag auch der Grund sein, warum einige an seinen... Zukunftsperspektiven vielleicht etwas zweifeln, nicht so ganz sicher sind. Der Mann ist ein derartiger Überflieger, dass es vielen unheimlich wird, aber unser Autor Francis Pike würdigt Elon Musk als Leonardo da Vinci unserer Zeit, als ein Renaissance-Genie gewissermassen auch der Vielseitigkeit und vergessen wir nicht, dahinter steckt eben Arbeit, da steckt Einsatz, da steckt aber auch die Bereitschaft, unten durchzugehen. Es gibt ja da zahlreiche Anekdoten. Musk, der da während Monaten auf einer Matratze übernachtete, unter seinem Schreibtisch in einer Werkstatt. Das gehört eben auch dazu, Rückschläge einzustecken, nicht aufzugeben und immer an den eigenen Erfolg zu glauben. Aber eben auch alles daran zu setzen, diesen Erfolg zu verwirklichen. Der Glaube allein reicht noch nicht. Der Glaube versetzt Berge, aber nur wenn sie... entsprechend zu handeln in der Lage sind. Blocher spricht, Machtwort, SVP-Aufstand abgeblasen, Barmela unterzeichnet EU-Vertrag, Marcel Odermatt zu Hintergründen der Reise des Bundespräsidenten in die EU-Zentrale, bedroht Putin den Weltfrieden, Trump sagt nein, die EU ja, wer hat recht? Philipp Gut mit einer Standortbestimmung, auch vor dem Hintergrund der Genfer Verhandlungen, zu den Kernfragen, die... gegenwärtig Europa und Amerika spalten. Hier vertreten die Amerikaner, die amerikanische Regierung Trump, ganz andere Auffassungen. Die Europäer sagen, Putin ist im Begriff, die EU anzugreifen, den Westen insgesamt zu bedrohen. Das ist gewissermassen das Mantra, das ist die Kernüberzeugung, die an allen Veranstaltungen und Konferenzen immer wieder wiederholt wird, fast gebetsmühlenhaft. Aber es ist wichtig zu sehen, dass eben die amerikanische Administration es ganz anders sieht. Trumps Chefunterhändler Stephen Witkoff hat mehrfach betont, dass Russland keine Bedrohung für andere Länder sei, ausser für die Ukraine. Dies allerdings sei den spezifischen Umständen dieses Kriegs zuzuschreiben. Es ist kein Geheimnis, dass ich der Sichtweise der Amerikaner hier zuneige. Vor allem auch deshalb, weil es wichtig ist, aus dieser inneren Kriegslogik auszusteigen. um eben überhaupt die geistigen Voraussetzungen für einen Friedensschluss, für einen Kompromiss zu schaffen. Und dann, was mich ganz besonders freut, wir haben einen exzellenten Text des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino an prominenter Stelle. Der Fussball soll neutral bleiben. Wir haben ja darüber mit dem hohen Sportfunktionär schon am World Economic Forum gesprochen, in einem kurzen Spontaninterview. Und das ist sehr, sehr wichtig, dass sich gerade die mächtigen Vertreter des Sports hier lösen von diesem Schützengraben-Denken, von dieser Polarisierung. Von dieser Verpolitisierung des Sports, natürlich ist das immer auch ein bisschen unausweichlich, dass der Sport auch in Mitleidenschaft gezogen wird von den politischen Energien, die da draussen wüten. Aber Gianni Infantino, und das imponiert mir, das schätze ich sehr persönlich an ihm, ist eben einer, der auch die Kraft hat, immer auch wieder gegen den Mainstream an Dinge zu erinnern, die elementar sind. Und das löst natürlich einen Aufschrei aus. Ich höre schon jetzt auch die hämischen Stimmen der Kritiker, die die Weltwoche hier an den Pranger stellen, weil wir dem Gianni Infantino diese Plattform geben. Selbstverständlich und natürlich jetzt gerade ist das sehr, sehr wichtig. Und es freut mich, ich bin stolz, dass der Schweizer, der die FIFA präsidiert, hier in der Weltwoche tätig ist, in die Harfe gegriffen hat, sozusagen zum Griffel. Und dies ist das Ergebnis von Gesprächen, dass wir schon... vor einiger Zeit geführt haben. Ich habe gesagt, schreiben Sie doch für uns unter der Rubrik Die Welt ist rund. Und hier haben wir eine markante Positionsmarkierung des FIFA-Präsidenten und vieles mehr in der aktuellen Weltwoche. Kommen wir zu den Nachrichten. Und da ist das Beelendende, was ich heute Morgen und schon gestern gelesen habe, diese Geschichte um den jungen Schweizer Influencer. Mit 5,5 Millionen TikTok-Anhängern und Abonnenten gehört er zu den grossen Stars der sozialen Medien. Er ist auch Unternehmer, produziert einen Vitamindrink, genannt VYTE. Mit diesen Getränken hat er einen grossen Erfolg, denn die waren bisher in den Sortimenten der Migros und des Coop. Das allerdings ist jetzt nicht mehr der Fall. Man hat hier die Zusammenarbeit gestrichen, die Getränke werden aus dem Sortiment geschmissen. Jetzt ist es natürlich die Freiheit eines jeden Unternehmens, mit den Leuten zusammenzuarbeiten, mit denen sie wollen. Es gibt keine Verpflichtung, bestimmte Dinge zu kaufen oder in die Regale zu stellen. Ob jemand mit mir zusammenarbeiten will oder ich mit ihm, das ist den Betreffenden freigestellt. So weit geht das in Ordnung. Was aber beunruhigend ist. Die Begründung ist sozusagen die Grundlage dessen. Und da verdichtet sich bei mir einfach der Verdacht, dass das verfassungsmässig garantierte Recht auf Redefreiheit in der Schweiz immer mehr gesinnungsdiktatorisch unterhöhlt wird. Dass eben die Konzerne auch unter Druck stehen, bestimmten Erwartungen einer politischen Korrektheit, einer bestimmten Gesinnung zu gehorchen. Und darum eben solche Dinge tun den Auslöser. Die Beendigung zur Zusammenarbeit ist, dass sich Jan Gustav in den sozialen Medien kritisch auseinandersetzt mit der Asylpolitik, mit der Migrationspolitik in der Schweiz. Und er schreibt da unter anderem, er hat das gesagt, auch in Interviews, er macht zum Teil Spontangespräche mit jungen Schweizern in Zürich, in anderen Städten. Und da hat er sich eben anscheinend zu den Schattenseiten der Asylpolitik genannt, sprich davon Schweizer könnten im eigenen Land zur Minderheit werden und buchstäblich aussterben. Und dies wird ihnen nun zum Vorwurf gemacht. Das wird nun zum Grund genommen, dass man seine Getränke nicht mehr verkaufen könne. Und das finde ich entsetzlich, dass wir mittlerweile eine solche Stimmung haben, dass also Firmen wie Coop und Migros das Gefühl haben, sie müssten, um da auf bestimmte Kundenschichten Rücksicht zu nehmen, mit Leuten nicht mehr zusammenzuarbeiten, die eben sich Sorgen machen, über diese Asylpolitik. Und der junge Gustav steht ja bei weitem nicht alleine mit diesen Befürchtungen, mit diesen Sorgen. Aber anstatt, dass man das unterstützt, als Beitrag auch zur Diskussion, zur freien Meinungsäußerung, oder man kann ja auch neutral gar nichts sagen, haben jetzt also grosse Schweizer Unternehmen das Gefühl, sie müssten hier präventiv beziehungsweise reaktiv eingreifen, um dann eben so jemanden... auszugrenzen, aus dem Sortiment zu schmeissen, von heute auf morgen, finde ich auch ziemlich stillos, jetzt mal von aussen betrachtet, dass das sehr, sehr schnell gegangen ist. Nun hat Gustav erklärt, auch in den sozialen Medien, er gedenke, hier nicht aufzugeben, er werde da weitermachen und vor allem den Onlinehandel vorantreiben. Gut möglich, dass das auch eine Gegenreaktion produziert, dass eben gerade dieser Akt der Ausgrenzung dazu führt, dass seine Produkte noch bekannter werden und das finde ich wichtig. Ich finde auch richtig, dass man sich auseinandersetzt. Man kann ja gegen das sein, was er sagt. Man muss das gar nicht unbedingt richtig finden, aber dass jemand in der Schweiz heute deswegen ausgegrenzt und angegriffen wird, weil er die Asylpolitik kritisiert. Ich meine, das machen ja immer mehr Leute. Das ist auch ein fragwürdiger politischer Positionsbezug eines Unternehmens. Was heisst denn das? Sind dann auch die Kunden nicht mehr erwünscht, die die Meinung von Gustav teilen? Also hier haben vielleicht die Marketingabteilungen auch unter bestimmten, vielleicht politischer Einflussnahme eigener Mitarbeiter entsprechend gehandelt. Das kann auch nicht im Interesse der Migros und der Coop sein. Wenn man das Signal aussendet, dass die Kunden nicht erwünscht sind, die vielleicht ein kritisches Bild der schweizerischen Asylpolitik haben, die ja nun wirklich mittlerweile sogar parteiübergreifend Gegenstand von Kritik ist. Es ist ja mittlerweile Konsens in der Schweiz, dass hier nicht alles optimal läuft. Es gibt dann Schattierungen in der Intensität der Beurteilung. Also da sind Coop und Migros eindeutig auf dem Irrweg. Paukenschlag bei Nestle. Thomas Jordan soll den Verwaltungsrat verstärken und den Neubeginn vorantreiben. Hoffen wir, dass dieses grossartige Schweizer Unternehmen Nestle wieder auf etwas grünere Zweige kommt. Und wenn da der hochrespektierte Thomas Jordan, ein hochintelligenter Mann, eine beeindruckende Persönlichkeit, wenn er da einen Beitrag leisten kann, umso besser, dann ist das gross. Artig. Schwierige, aber wichtige Gespräche in Genf. Der Donbass bleibt der grösste Streitpunkt zwischen den Kriegsparteien. Die Friedensverhandlungen in Genf, eine grosse Leistung unseres Aussenministers Ignacio Gassis, den ich ausdrücklich lobe. Ich habe ihn auch schon oft kritisiert, zu Recht selbstverständlich. Aber man muss auch sagen, wenn jemand etwas gut macht, und das hat er sehr gut gemacht, zusammen mit seinem Spitzendiplomaten Gabriel Lüchinger, dass sie es irgendwie geschafft haben, diesen Brückenschlag hinzukriegen. Die Russen und die Ukrainer, wenn auch nicht die Staatsoberhäupter, in Genf zusammenzubringen, um eben über eine Beendigung des Konflikts zu sprechen. Das ist die Schweiz, wie sie sich positionieren sollte. Und nicht so, wie es Ignacio Cassis am Anfang getan hat. Davongerissen vom Winde, vom Sturm verweht, der Emotionen, von diesen Lavaströmen, der Befindlichkeiten und auch der persönlichen Empörung nach dem Einmarsch der Russen in der Ukraine. Das ist nicht diese Emotionalität, diese Kopflosigkeit. Das ist nicht der richtige Wegweiser für eine bundesrätliche Politik. Zum Glück scheint es zumindest jetzt so zu sein, dass der Aussenminister das korrigiert, auf den Spuren seines Dessiner Vorgängers Giuseppe Motta, der ja interessanterweise vor 100 Jahren die Neutralität der Schweiz auch beerdigte, indem er sich für den Beitritt der Schweiz zum Völkerbund in den 20er Jahren stark machte. Aber dann... Als sich die Atmosphäre verfinsterte in Europa, im Zusammenhang auch mit Italien, kam es zu Konflikten. Ist Motta dann auch derjenige gewesen, und der Bundesrat hat hier sogar einen Fehler eingestanden, haben sie gesagt, das war nicht richtig, die Neutralität aufzugeben. Deshalb treten wir jetzt aus dem Völkerbund aus und kehren zurück zur integralen Neutralität. Und das hat der Schweiz das Leben gerettet im Zweiten Weltkrieg. Und diese grossartige Fähigkeit zur Einsicht, die damals Giuseppe Motta bewiesen hat und seine Kollegen auch demonstrierten im Bundesrat. Das hoffe ich, ist nun auch der Fall beim Dessiner Nachfolger Mottas. Was waren die Inhalte dieser Friedensgespräche? Russland tritt selbstbewusst auf. Und das müssen wir im Blick behalten, diagnostisch, denn Sie lesen sehr viele Artikel, gerade auch in einflussreichen Schweizer Zeitungen, wie etwa in der NZZ, dass die Russen da gewissermassen aus dem letzten Loch pfeifen. In der Ukraine, dass sie in den Seilen hängen, dass ihre Wirtschaft auseinanderfällt, dass Putin sozusagen auf Abruf, dort nur noch im Kreml, sich mit Machtmitteln und Gewaltaktionen im Sessel halten kann. Ich halte das alles für Unsinn. Das ist diese typische Russen-Unterschätzung, die man immer wieder gesehen hat, von Napoleon bis Hitler, die der Meinung waren, sie hätten eigentlich dieses Land längst erobert und im Griff, um dann einfach festzustellen, dass sie massiv, dieses riesige Gebilde und seine Bevölkerung unterschätzt haben, auch seine Psychologie und seine Befindlichkeiten. Und da hat man gewaltige Fehler gemacht. Und das ist ja meine grosse Angst von Anfang an, dass man hier in Europa einmal mehr in so eine sinnlose Konfrontation mit Russland noch tiefer hinein stolpert. Die Russen sind nicht kompromissbereit in ihren wesentlichen Forderungen zur Sicherstellung ihrer Interessen. durch Sicherung ihrer Sicherheitszone, wie sie es nennen, und dass sie eben kompromisslos auftreten, dass sie auf diesen Forderungen beharren, ist eben ein Indiz dafür, dass sie militärisch, auf dem Vormarsch sind, dass sie Oberwasser haben. Und was auch immer die Gründe sein mögen für das langsame Vorrücken, wir müssen uns einfach immer wieder vor Augen halten, dass die Vorstellungen, die bei uns kursieren, sehr stark propagandistisch eingefärbt sind, weil selbst die Schweiz ja mit Wirtschaftssanktionen gegen Russland sich zumindest in den Wirtschaftskrieg gegen Russland eingemischt hat und deshalb eben auch diese Kriegspropaganda. verbreiten muss, um natürlich die eigene Politik zu rechtfertigen vor sich und vor der Bevölkerung. Also glauben Sie da ja nicht alles, was man Ihnen sagt. Ich glaube, man muss Russland sehr, sehr ernst nehmen. Das heisst nicht, dass man das rechtfertigen muss, was sie machen, aber man muss es ernst nehmen und Kriege gehören nun mal leider zur Menschheit seit unvordenklichen Zeiten. Umso wichtiger ist es, sie zu beenden. Die Knackpunkte sind, die Russen beharren darauf, sie wollen den Donbass für sich. Auch die entsprechenden Oblasten, auch jene Teile, die sie noch nicht erobert haben im Gebiet Donetsk, sind das etwa 20 Prozent des Territoriums. Allerdings stehen dort eine Reihe von wichtigen Festungen der Ukraine. Die wollen sie nicht hergeben, weil sie sagen, die sind dann wichtig für eine spätere Verteidigung, um eben die Russen abzuschrecken, noch weiter zu gehen. Da ist natürlich die Frage, wollen die Russen die ganze Ukraine schlucken oder wollen sie das nicht? die EU findet. ja, das sei das Ziel, die Amerikaner sehen es anders und die Ukrainer haben natürlich ein Interesse, Russland möglichst drastisch und dämonisch darzustellen, auf das sie möglichst viele Forderungen durchziehen können. Ich fände es gut, auch für die Zukunft der Beziehungen, wenn man hier einen Verhandlungsfrieden fände, aber das ist nicht gesagt und die Russen erreichen oder glauben, ihre Ziele auch auf militärischem Wege erreichen zu können. Ich glaube, dass das eine realistische Perspektive ist. Dann ist mir heute Morgen noch aufgefallen, dass wirklich in der NZZ ein bemerkenswert scharfer Ton in dieser ganzen Berichterstattung drin ist. Zum Beispiel lesen wir heute die Schlagzeile, die Zeit wird knapp für Europa, Russland könnte früher angreifen als bisher angenommen. Also da steigert man sich regelrecht in so eine Art Angriffsparanoia hinaus. beginnt schon wieder Luftschutzkeller zu reaktivieren, um wirklicherweise Sandsecke aufzuschichten auf den Redaktionen der geschätzten Kollegen. Das ist die 1 zu 1 Übernahme jener Narrative aus Brüssel, Berlin, zum Teil Paris und vor allem auch London, die da 1 zu 1 direkt durchschlagen bei den Kollegen der NZZ. Das würde ich sehr, sehr kritisch sehen. Richtig ist, dass man eine Verteidigungsfähigkeit hat, dass man abschrecken kann einen potenziellen Aggressor. Aber diese Russophobie, die hier mitschwingt, diese Paranoia, das ist ganz klar überschiessen. Das ist ja kontraproduktiv, weil es natürlich auf der anderen Seite auch wieder die Neigung verstärkt, sich da kriegerisch aufzuplustern. Herzschmerz in Mailand. Der Schweiz fehlen im Olympia-Viertelfinal nur 72 Sekunden zum grossen Coup. Eine knappe Niederlage, fast tragisch, wie die Schweizer einmal mehr auf den letzten Metern der Wegstrecke abgefangen wurden. Schon einmal gab es das an einer WM mit Kanada. Fast einen Liedschlag vor Beendigung des Schlussdrittels kassieren sie noch den Ausgleich. Und dann in der Overtime-Situation, Den Niederlagentreffer, genauso lief es gestern gegen Finnland. Eine starke Mannschaft, 2 zu 0 lagen die Schweizer vorne. Unglaublich, wenn die Finnen überlegen waren, die Effizienz beachtlich, aber dann sechs Minuten vor Schluss das 2-1 und dann eben 72 Sekunden vor Schluss das 2-2 und in der Overtime gewinnen dann die Finnen. Das ist hart, das ist bitter für das Team von Trainer. Grà Montana, Italien will Ermittler zu allen Einvernahmen ins Wallis schicken. Die Italiener nützen natürlich jetzt die Schwäche der Schweiz aus, auch die Selbstbezichtigung im Zusammenhang mit den ganzen Ermittlungen und den Umständen in Grà Montana. Es hat etwas leicht Absurdes, dass hier maximalinvasiv die Italiener auftreten und sich da sozusagen als Graalsüter rechtsstaatlicher... Solidität und Verlässlichkeit inszenieren. Nichts gegen die italienische Staatlichkeit. Es steht mir nicht zu, allgemeine und pauschale Aussagen zu machen. Aber mir ist aufgefallen, ich habe das heute Morgen nachgeschaut, dass beim Einsturz der Morandi-Brücke in Genua 43 Tote sind. verursacht worden und es gab einen Strafprozess. 2018 ist diese Brücke eingestürzt und es ist ein ganz tragisches Ereignis. Und bis heute ist also in Italien noch kein Zuständiger, kein Verantwortlicher ins Gefängnis geschickt worden für diese grosse Katastrophe, die auch durch Vernachlässigung produziert wurde. Also einfach ein bisschen Zurückhaltung und vielleicht könnte auch mal einer der Schweizer Vertreter die Italiener daran erinnern. dass also ihr Rechtsstaat alles andere als fehlerfrei ist. Die Morandebrücke wäre ein Beispiel, aber nehmen wir auch den Fall um Amanda Knox. Da ging es ja um eine Ermordung einer Studentin in Italien. Und da sind ja die beiden Verurteilten, Frau Knox und ihr damaliger Freund Guy Fredy, glaube ich, heisst er, die sind ja nach vier Jahren freigelassen worden, weil es so viele Verfahrensfehler gab, dass man sie entsprechend nicht in Gewahrsam behalten konnte. Dann Olympische... Spiele, da ist vielleicht noch eine Schlussbemerkung angezeigt. Für mich begeisternd, die Wettkämpfe zu erleben, aber man muss auch sagen, die dezentralen Olympiastädten, das funktioniert nicht. Mailand ist so gross, da merkt man gar nicht so viel von den Olympischen Spielen in der Stadt selber. Cortina d'Ampezzo ist dann fünf Stunden entfernt und man hört jetzt auch, da ist bei uns in der Berichterstattung noch nicht viel zu lesen, dass sich zusehends auch Athleten beklagen, dass eben durch diese Dezentralität die Stimmung nicht gegeben ist, der olympische Geist im Land nicht um sich greift. Das war natürlich ganz anders noch in Paris zum Beispiel bei den olympischen Sommerspielen. Da ist sozusagen auch durch die schiere Dimension der Spiele mehr von dieser Begeisterung, von diesem Esprit spürbar gewesen. Jetzt also eine fast etwas anonymisierte Okay. Die Veranstaltung, die sozusagen weitgehend, zumindest in Mailand, im allgemeinen Trubel und im allgemeinen Betrieb dieser norditalienischen Grossstadt unterzugehen droht. Mal sehen, wir bleiben dran, auch bei unseren olympischen Betrachtungen. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche der ELI Schweiz. Jetzt dann gleich die internationale Ausgabe. Bleiben Sie dran. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und maßgeschneidert auch für Deutschland. 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Schweizer Gesinnungsdiktatur statt Redefreiheit? Der skandalöse Fall des Influencers Gustav. Friedens-Verhandlungen in Genf: Russland selbstbewusst, weil es militärisch vorn liegt. Hartes Olympia-Aus für Schweizer Hockeyteam. Mailand: Dezentrale Spiele funktionieren nicht so recht

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Schweizer Gesinnungsdiktatur statt Redefreiheit? Der skandalöse Fall des Influencers Gustav. Friedens-Verhandlungen in Genf: Russland selbstbewusst, weil es militärisch vorn liegt. Hartes Olympia-Aus für Schweizer Hockeyteam. Mailand: Dezentrale Spiele funktionieren nicht so recht
Schweizer Gesinnungsdiktatur statt Redefreiheit? Der skandalöse Fall des Influencers Gustav. Friedens-Verhandlungen in Genf: Russland selbstbewusst, weil es militärisch vorn liegt. Hartes Olympia-Aus für Schweizer Hockeyteam. Mailand: Dezentrale Spiele funktionieren nicht so recht
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