Professoren an Schweizer Universitäten sammeln derzeit Unterschriften gegen die SRG-Halbierungsinitiative. Mit einer «öffentlichen Erklärung» sprechen sie sich gegen eine Senkung der Haushaltsabgabe auf 200 Franken aus. Dies berichtet die Aargauer Zeitung.
Das Schreiben kursiert an sämtlichen Instituten aller Schweizer Universitäten. Titel der Erklärung ist: «Warum wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler uns für einen starken Service public einsetzen und die SRG-Halbierungsinitiative ablehnen.» Mitverfasst wurde das Dokument von Manuel Puppis von der Universität Freiburg und Mark Eisenegger von der Universität Zürich.
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In der Erklärung heisst es: «Eine freiheitliche direkte Demokratie ist angewiesen auf vielfältige und unabhängige Medien.» Der mediale Service public leiste einen wesentlichen Beitrag zu einem «qualitativ hochwertigen, vielfältigen und verlässlichen publizistischen Angebot». Die Halbierungsinitiative bedrohe den Service public in allen vier Landessprachen und führe zu massiven Einschnitten, die private Medien nicht kompensieren könnten.
Weiter halten die Autoren fest, ein starker Service public mache die Gesellschaft «resilienter gegenüber Desinformation». Nutzer hätten «eher Zugang zu hochwertigen Informationen und zur Überprüfung potenziell falscher Behauptungen».
Die Veröffentlichung der Erklärung ist für Ende Januar geplant.