Der fränkische Gitarrenbauer Höfner ist insolvent. Die Firma, die durch den von Paul McCartney gespielten «Beatles-Bass» Weltruhm erlangte, kämpft um ihre Zukunft. «Das Unternehmen stellt seit über 100 Jahren Instrumente her», schrieb McCartney auf Instagram – nun droht dem Traditionsbetrieb das Aus.
Invision
Wie unter anderem der Bayerische Rundfunk berichtet, hat das in Hagenau bei Bubenreuth ansässige Unternehmen Insolvenz angemeldet. Der 1961 von McCartney für 30 Pfund in Hamburg gekaufte Bass – ein Modell 500/1 – wurde zu einem Markenzeichen der Beatles. Noch 2024 war das Originalinstrument nach über fünfzig Jahren wieder aufgetaucht. Der nun drohende Zusammenbruch des Herstellers trifft den 83-jährigen Musiker offensichtlich hart.
In seinem Instagram-Statement schreibt McCartney: «Sehr traurig. Ich habe meinen ersten Höfner-Bass in den 60-ern gekauft. Seitdem liebe ich ihn.» Das Instrument sei «leicht und ermutigt mich, ganz frei zu spielen», zudem biete es «angenehme Klangvariationen, die mir gefallen». Er dankte den Mitarbeitenden für die Unterstützung über all die Jahre und sprach ihnen sein Mitgefühl aus.
Ob die Firma gerettet werden kann, ist offen. Das Musikmagazin «Guitar Player» sieht trotz Insolvenz noch Chancen auf einen Fortbestand. In den sozialen Medien spekulieren Fans bereits, ob McCartney selbst Höfner übernehmen könnte. «Allein dein Name könnte sie retten», schreibt ein Nutzer.
Die Insolvenz reiht sich ein in eine Serie von wirtschaftlichen Herausforderungen für mittelständische Instrumentenbauer in Deutschland, die mit steigenden Kosten und einem schrumpfenden Markt zu kämpfen haben. Die Geschichte von Höfner ist eng mit der Popkultur des 20. Jahrhunderts verwoben – ihr mögliches Ende wäre mehr als ein betriebswirtschaftlicher Vorgang.