Selbst in der Stunde des Triumphs dürfen Medien Donald Trump nicht uneingeschränkt loben. Kein Spott garantiert so viel Gratis-Applaus wie jener über Trump
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Selbst in der Stunde des Triumphs dürfen Medien Donald Trump nicht uneingeschränkt loben. Kein Spott garantiert so viel Gratis-Applaus wie jener über Trump

Können die Stänkerer nicht ein Mal die Klappe halten? Nur für dieses eine Mal?

Da gelingt Trump ein Scoop. Er vollbringt Einzigartiges. Er bringt ein Friedensabkommen zustande. Die Waffen ruhen. Zwanzig Geiseln werden befreit.

Und trotzdem können die Miesepeter-Medien nicht einen Moment einhalten und ohne Wenn und Aber gratulieren.

Das renommierte Time Magazine setzt den anerkennenden Titel: «Sein Triumph». Doch das ist bloss Augenwischerei. Denn sofort galoppiert der Trump-Hass mit den Heftmachern durch: Auf dem Cover bringen sie ein Bild, das Trump aus despektierlicher Perspektive zeigt: mit Faltenhals, kleinem Kopf, Zuckerwattefrisur.

Selbst in der Stunde des Triumphs dürfen Medien Donald Trump nicht uneingeschränkt loben. Kein Spott garantiert so viel Gratis-Applaus wie jener über Trump

Man kann sich lebhaft vorstellen, wie sich die Time-Redaktion auf die Schenkel klopfte, als das Blatt in Druck ging.

Etwas distinguierter machte es der Chefkommentator Diplomatie von SRF. Zähneknirschend zwang er sich zu einem Mini-Mini-Knicks, um pfeilschnell mit dem Mahnfinger zu wedeln: «Der Krieg ist zu Ende, doch der Friede noch fern».

Jawohl, Herr «diplomatischer Korrespondent», genau so ist es. Nichts ist gewiss. Weder weisse Weihnachten. Noch das nächste «Echo der Zeit».

Gewiss ist bloss, dass man auch in der Sekunde des Triumphs Trump nicht uneingeschränkt loben darf.

Sofort schüttelt der mit Zwangsgebühren finanzierte SRF-Weltendeuter alte Plattitüden und Lügen aus dem Stift. Trump würde «zu Hause in den USA Krieg führen gegen die Demokratie».

Überhaupt habe er den Nahost-Erfolg bloss geschafft, weil er machthungriger Autokrat sei: «Was Trumps Erfolg ermöglichte, ist genau seine überragende Machtfülle, die für die USA selber so sehr ein Problem ist.»

«Machtfülle» diagnostiziert man auch auf diesem Portal. Auch hier ist man nicht gefeit vor billigem Hohn.

«Im Rausch seiner Machtfülle» habe Trump den 800-Pfund-Gorilla reanimiert. Sprich: die hässliche, dominante Weltmachtpolitik.

«Tatsächlich scheint der US-Präsident zu glauben, dass er sich – nun, da er einen Waffenstillstand in Gaza erzwungen hat – mit der ganzen Welt anlegen kann: Raketen gegen Russland, Zölle gegen China, Drohungen gegen Indien und Brasilien.» Dass ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde, dass alle lebenden Geiseln nach zweijähriger Marter in den Klauen von Palästinenser-Terroristen zurückkehren zu ihren Liebsten: nicht der Rede wert.

Lieber die alte Kamelle von der antiamerikanischen Apokalypse hervorkramen: «King Kongs Zeit ist vorüber.»

Keine Häme rollt einfacher von der Zunge, kein Spott garantiert so viel Gratisapplaus wie jener über Trump.

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