In der SRF-Sendung «Der Club» von Mitte Januar, für einmal ausgelagert an einen Stammtisch in Altdorf, wehrte sich SP-Nationalrätin Jacqueline Badran gegen den Vorwurf, die SRG werde von linken Journalisten dominiert.
Geht es nach ihr, ist sogar eher das Gegenteil wahr: Das Herz der SRG schlägt rechts der Mitte.
So erklärte Badran, SP-intern nenne man die «Arena» inzwischen «Tele SVP», weil die Sendung rechtslastig sei. Und linke Journalisten müsse man bei der SRG sowieso «mit der Lupe suchen».
Christian Beutler/Keystone
Nun zeigen die veröffentlichten Zahlen zu den Abstimmungen, dass die SP 820.000 Franken in den Abstimmungskampf gegen die Halbierungs-Initiative steckt. Die Operation Libero, ebenfalls EU-freundlich und SVP-feindlich, steuert 250.000 Franken zur Nein-Kampagne bei.
Warum stärken die Sozialdemokraten der SRG den Rücken, obschon diese ja offensichtlich eine von Linken befreite Zone mit Rechtsdrall ist? Und warum unterstützt Operation Libero nun um jeden Preis ausgerechnet dieses «Tele SVP»?
Es gibt nur zwei Erklärungen. Entweder steht das «S» in SP neuerdings für «selbstlos». Die Genossen beschenken in ihrer grenzenlosen Güte sogar ein Medienhaus grosszügig, das dem politischen Gegner zugewandt ist.
Oder aber: Die SRG leistet den Linken entgegen ihrer eigenen Behauptungen eben doch gute Dienste, die man dringend beschützen will.