Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt, am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025. Heute Nachmittag ab 17 Uhr. Ich zähle auf Sie. Start des Weltwoche Daily Livestreams auf unserem YouTube-Kanal oder aber schalten Sie sich direkt ein, weltwoche.ch-live, weltwoche.ch-live. Sie können Fragen schicken, Anregungen, Kritik mit der Mailadresse fragen.weltwoche.ch, fragen.weltwoche.ch oder aber benutzen Sie das Formular weltwoche.ch-sprechstunde-weltwoche.ch. Schrägstrich Sprechstunde, Schrägstrich. Meine Kollegen um Roman Zeller werden ausgewählte Zuschauer kontaktieren vorab und dann sind sie live dabei in der Sendung ohne Netz und doppelten Boden. Ich freue mich und ich bin gespannt, was ihre Themen heute Nachmittag sein werden. Dann Mea Maxima Gulpa. Marc kritisiert mich, ein langjähriger, jahrzehntelanger... Polizist, der sagt um Himmels Willen, was ist das für eine Pauschalisierung hier bei Weltwoche Daily? Da würden alle Staatsangestellten diffamiert, sie wählten SP. Denn die SP, habe ich gesagt, auf Daily stimmt, sei eine Staatsangestelltenpartei geworden. Ich bitte um Entschuldigung, allerdings habe ich das gar nicht diffamierend gemeint, ich habe es nur feststellend gemeint. Für mich ist das noch nichts Ehrenrühriges, wenn man SP wählt. Meine Großeltern waren auch überzeugte Sozialdemokraten. Wobei ich nicht weiss, ob sie da auf der gleichen Wellenlänge gewesen wären wie Cedric Wermuth und die jetzt beurlaubte Matthia Maier, die einfach den gewaltigen Belastungen dieses Postens nicht ausreichend gewachsen war. Also die SP an sich zu wählen, ist für mich noch nicht eine qualitative... Bewertung allerdings, und dafür möchte ich um Entschuldigung bitten, ich habe hier tatsächlich pauschalisiert, es gibt sehr viele Staatsangestellte, die nicht SP wählen, aber interessanterweise, das haben wir mal demografisch untersucht, rekrutieren sich sehr viele Wählerkreise der Sozialdemokraten, heute immer weniger aus der sogenannten Arbeiterschaft, dafür, umso mehr aus den Kreisen, sagen wir es mal so, die von staatlichen Zahlungen auch von staatlichen Stellen abhängig sind. Das war eine Staatspartei. Wenn man so will, das sind die Interessenverschiebungen. Aber noch einmal, ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass ich generell gegen Staatsangestellte bin. Natürlich nicht. Wir haben ja einen wichtigen öffentlichen Sektor. Und deshalb umso wichtiger, wenn es dort eben auch... Leute gibt, die noch nicht geistig in dem Sinn verstaatlich sind. Sie wissen, was ich meine. Also vielen herzlichen Dank für diese Zuschrift. Marc, auch Ihnen allerbeste Adventsgrüsse und sorry, wenn ich Ihnen da den gestrigen Tag versauert habe. Europas Rendezvous mit seinen Irrtümern. Das ist der Titel meines Editorials von morgen Donnerstag. Ich habe mich da mit einiger Fassungslosigkeit gefragt, was ist eigentlich mit Europa, was ist vor allem mit der EU los? Da kracht ja alles zusammen. Ich meine, die ganze Politik der letzten Jahre ist ein Kartenhaus. Das stürzt jetzt ein. Eigentlich eine gute Nachricht. Hoffen wir, dass es da die Euroturbos in Bern auch merken. Migrationspolitik. Klimapolitik, Energiepolitik, Bürokratiepolitik, Regulierungspolitik, fast hätte ich gesagt Strangulierungspolitik und jetzt auch Ukraine-Politik. Das ist ja gewaltig. Und wissen Sie, woran Sie merken, dass diese Ukraine-Politik jetzt wirklich in sich zusammenkracht? Das merken Sie daran, dass es so viele Gipfeltreffen gibt zwischen Zelensky, Macron, Starmer und Zelensky. Die treffen sich ja alle paar Tage in irgendeiner Hauptstadt. Fiebrigste! Gipfel Hysterie, möchte man fast sagen. Während Zelensky zu Hause in einem Abgrund, in einem Sumpf von Korruption versinkt, das droht ihn zu verschlingen. Seine engsten Vertrauten sind bereits abgesetzt, diskreditiert, von der Bildfläche verschwunden. Und gestern ging mir so scherzhaft durch den Kopf, vermutlich wartet auch schon sein Privatschept oder sein Fluchthelikopter. Heute Morgen lese ich in den Zeitungen, Selenskyj sei jetzt also auch für Neuwahlen. Es könnte auch ein Indiz sein, dass es da zu Ende geht, dass man jetzt noch schnell, ich sage es einfach ungeschminkt, dass man jetzt noch schnell die Geldkoffer füllt und dann weg. Und nachher eine gefeierte Existenz im Westen, hochgeschätzt, mit Preisen überhäuft, bestbezahlter Vortragsredner. während man das eigene Land als Trümmerhaufen zurücklässt. Ich will da nicht den Ereignissen vorgreifen. Vielleicht irre ich mich, hoffentlich irre ich mich, weil dann wäre es noch peinlicher für uns, für unsere Politiker, die da mitgemacht haben. Deutschland muss zahlen, die Schweiz wollen sie auch reinziehen, da werden sicher ganz fette Rechnungen kommen. Und die Absurdität wird ja auch dort sichtbar, wo wir merken, Dass die Amerikaner und die Russen Frieden schliessen, während eigentlich die Europäer sich jetzt gegen die Russen und die Amerikaner stellen. Jetzt müssen sie sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist unglaublich. Das ist eigentlich gar nicht zu fassen. Aber, um es hier abzuschliessen, wollen ja nicht mit diesem unterirdischen Thema in dem Sinn... Gleich ihre Laune in den Keller versenken. Die gute Nachricht ist, dass das jetzt zusammenstürzt. Aber wie lange hat er das gebraucht? Und diese Vehemenz, diese Raserei, mit der man auf alle eingeprügelt hat, die nicht sich die These zu eigen gemacht haben, ja, Russland wird sofort verlieren, wird... Auseinanderfallen. Ich meine, Experten der Schweiz, mit Anführungszeichen. Experten an Hochschulen. Putin stehe vor einem Staatsstreich. Das wurde ja alles gesagt. All diese Dinge. Und das sind dann Leute, die sich des Langen und Breiten, ich muss das hier sagen, über die Weltwoche lustig gemacht haben. Natürlich auch über mich. Ist ja heute fast schon eine Auszeichnung, wenn man sich über sie lustig macht in diesen Kreisen. Dann liegen sie sicher richtig. Aber was da für ein... Unsinn verzapft wurde. Das war nicht mehr Wissenschaft, das war nicht Expertentum, das war auch nicht mehr Journalismus. Meine Damen und Herren, das war reine, ungefilterte, füttliplotte Propaganda und nichts anderes. Nichts anderes. Dann schreibt mir Werner, ein Geschäftsführer aus dem Kanton Zürich, dass ein ehemalige Studentin geschrieben habe aus Singapur, dass er nach fünf Jahren als jemand, der in Singapur lebe, sozusagen einen Wiedererwägungsantrag stellen muss, dass er noch im Land bleiben darf. Und er muss zeigen, dass er dem Land Nutzen bringt. Sonst muss er gehen. Das ist Singapur. Ich frage mich, gibt es das auch in der Schweiz? Nein, wir haben das natürlich nicht nötig. Wir stehen Über der Sache. Wir sind natürlich erhaben und deshalb kann das bei uns nie in Erwägung gezogen werden. Was sind Nachrichten? Was sind noch Schlagzeilen des Morgens? Schweizer geben so viele Haustiere ab wie noch nie. Präsident des Tierschutzes Peter V. Kunz, auch ein Bankenexperte, ist alarmiert. Noch nie hätten so viele Schweizer ihre Haustiere abgegeben. Man kaufe sie und lasse sie dann einfach fallen, weil man die Lust verloren hat. Alles mögliche, Fische, Katze, Hunde, früher vielleicht auch Schildkröten, Nagetiere und so weiter, die seien zum reinen Konsumgut verkommen. Eine traurige Nachricht in der Adventszeit. Guy Parvala wird Bundespräsident. Der SVP-Bundesrat übernimmt zum zweiten Mal das repräsentative Amt. Ja, er ist kein Liebling der Euroturbos. Und des Mainstreams Guy Parmalin, der unterschätzte. Der ja 2015 in den Bundesrat kam als... Ja, der unprofilierteste SVP-Kandidat. Vermeintlich. Darum wurde er ja gewählt, weil die anderen, die waren da etwas zu kantig. Also hat man den Konzilianten Weinbauern aus dem Wattland genommen. Irgendwie nie so ganz ernst genommen. Ja, der Guy Parmelin, so der nette, verhaltensunauffällige Onkel, der da auch noch mitmacht in diesem Siebner-Gremium. Und siehe da, die im Dunkeln, die man nicht gesehen hat. Die blühen dann plötzlich auf und leuchten wie Sterne. Guy Parmalat, jetzt in diesem ganzen Zoll-Deal, er hat es möglich gemacht, dass auch Leute aus dem privaten Sektor, die sogenannten Milliardäre, dass die in Erscheinung treten konnten. Ich finde das gut, ich finde das grossartig, dass bei uns eben nicht Politik exklusiv den Politikern überlassen bleibt. Darum sind die Politiker natürlich auf den Barrikaden, dass die sogenannten Milliardäre, warum sagt man ihnen nicht einfach Unternehmer, dort, weil sie eben ein polemisches Wort ist, aber mit dem schon etwas Stimmung machen will, dass die Unternehmer da plötzlich dabei sind, das passt denen gar nicht. Und die Medien kritisieren es auch. Was sagt Ihnen das? Geistige, journalistische Verstaatlichung, meine Damen und Herren, hat hier bereits stattgefunden. Tagebuch eines Häftlings, Nicolas Sarkozy, hat ein Buch über seine Haft geschrieben. und wir lesen, werden US-Zölle rückwirkend gesenkt. Beim Tagesamt zeigt er eine ganz kleine Meldung in der NZZ Gross. Klar, die linken Medien sind da etwas anders getaktet bei diesem Thema. Sieg für die Privatradios und für Roger Schawinski. Die UKW-Sender werden nun doch nicht abgestellt und darüber... Schreiben die Zeitungen jetzt ganze Seiten. Ja, interessant, dass hier die SRG zurückkrebsen musste. Wer könnte auf Nick Hayek folgen? Spekulationen über die Nachfolge des Swatch CEOs, also des Swatch Group CEOs. Und da fallen nun einige Namen. Ursprung ist ein Interview, das Nick Hayek gegeben hat am letzten Samstag. Und die Familie Hayek, man muss das einfach sagen, die haben der Schweiz einen ganz, ganz grossen unternehmerischen Dienst erwiesen. Mit diesem kunstwerkhaft zusammengefügten, komponierten, muss man sagen, Uhren- und auch Schmuckkonzern, den Vater Hayek, Nikolaus Hayek, sozusagen aus den Trümmern der damaligen Uhrenindustrie. wieder errichtet hat und damit sozusagen das pulsierende Herz einer ganzen Branche wieder sozusagen aus der Tiefkühltruhe oder aus der Versenkung oder aus dem Abseits zum Schlagen und zu höchster Vitalität gebracht hat. Und wir sind gespannt, was da läuft. Hochabsurd, was da dieser aktivistische Anleger mit irgendwie Ich weiss nicht, wie viele Promille Aktien. Der möchte sich jetzt da in den Verwaltungsrat hinein manövrieren, was der gesagt hat. Er hat Nick Hayek kürzlich kritisiert. Der solle keine Kommentare abgeben zu Zöllen und solchen Dingen in den USA. Er solle sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Mutige Worte für diesen Aussenseiter, der vermutlich jetzt auch nicht unbedingt die allergrösste Kompetenz mitbringt, um sich da in den... Verwaltungsrat zu drängen, was ihn allerdings überhaupt nicht hindert. Er mischt sich da ziemlich forsch ein in ein Gefilde, von dem er auch nicht absolut gewissermassen in Drachenblut gebadet wurde. Er masst sich dann allerdings an, die anderen zu kritisieren, wenn sie sich politisch engagieren. Was ja auch zeigt, dass er wenig Ahnung hat von diesem Konzern. Denn am Ende des Tages haben sich die Hayeks ja immer engagiert in schweizerischen Debatten, sind eben Patrons. alter Schule, wobei ich das Wort Patron nicht so gerne benutze, weil es abgenutzt ist. Dann grosse Feier für Frank A. Mayer, den Worteschmied und expressionistischen, ja fast hätte ich gesagt, Heideggerianer des Journalismus. Da erscheinen nun also im Zusammenhang mit seiner Biografie die hymnischsten Worte über seinen skulpturalen Kolumnenstil. Er schreibt nicht, er kolumniert. Frank A. Mayer und ich musste bei diesem Wort an andere Tätigkeiten denken, die wir aber frühmorgens nicht ansprechen möchten. Also skulptural, guttural, expressiv, expressionistisch. Also ein Gottesdienst der fast schon aller obersten Hubraumklasse, der hier abgezogen wird. Ich habe es gestern gesagt, das Fantastische, die bemerkenswerteste Leistung von Frank K. Mayer besteht darin, dass er zu einem der bedeutendsten und sicherlich einem der bekanntesten und erfolgreichsten und bestbezahlten Journalisten der Schweiz werden konnte, obwohl er Ja, eigentlich in allen grossen Fragen systematisch Falschschlag. Und mittlerweile merkt er es auch ein bisschen, denn intelligent ist er, schreiben kann er wirklich brillant. Aber wenn dann über sein Schreiben geredet wird, oder wenn er über sein Schreiben redet, dann ist das nicht mehr ganz Frank A. Mayer-like, dann kommt da eine Schwülstigkeit hinein, die wir eigentlich bei ihm auch schon fast wieder sympathisch finden. Und ja, eben diese Fähigkeit... Trotzdem immer oben im Dorf zu sein, obwohl man zum Beispiel für den EU-Beitritt der Schweiz war. Die SVP, von Anfang an bekämpfte, sich bei Christoph Blocher geirrt hat, wie er mittlerweile zugibt. Also wenn du dich bei Blocher und zu dieser Person geirrt hast, als Schweizer Inlandsjournalist, dann müsstest du eigentlich eine Zeit lang etwas schweigen, bevor du wieder etwas sagst. Aber nein, ungehindert an neue... Wortkathedralen, die da aufgetürmt werden, der Kölner Dom ist sozusagen ein Kartenhäuschen, ein Adventshäuschen, ein kleines Knusperhäuschen dagegen, wenn wir diese wunderschönen, architektonisch geschliffenen Sätze sehen. Kunstgebilde der meyerschen Satzbaukunst. Und offensichtlich hat man das jetzt auch andächtig gefeiert. Nein, das ist schon interessant. Heute ist Frank A. Meier nicht mehr links. Und auch nicht mehr grün, das war auch nicht immer so, aber links und grün, das sei heute, da ist er dagegen. Da ist er natürlich jetzt auch wieder im Mainstream dabei und selbstverständlich auch beim Ukraine-Krieg. Die Lage von Anfang an, verlässlich falsch, ist auch eine Qualität. So kann man sich auch orientieren, entsprechend in Absetzung. Wir wünschen ihm allerdings alles Gute zu seinem 80. Geburtstag. Gratulieren ihm zu dieser Denkmalsetzung einer Biografie. die also auch unter dem sprachlichen Aspekt sehr interessant ist. Es gibt dort Passagen, einige sind schon veröffentlicht. Vielleicht lese ich da mal noch eine vor, in der eben dieser Stil, dieser Sprachstil, da also auf höchstem Niveau eben fast schon highdeckersch gefeiert wird. Still, meine Damen und Herren, still die Sprache spricht, still die Sprache spricht. Reagiert die EU auf Elon Musks Gekeife? Hat sie schon verloren? Also Elon Musk, ich würde auch schon auf den hören. Ich finde das nicht uninteressant, was er sagt. Und Social Media Verbot in Australien gibt auch zu reden. Alle unter 16-Jährigen dürfen nicht mehr TikTok und all diese Dinge nutzen. Die Firmen werden gehalten. es wird verfügt, sonst gibt es Millionenbussen, dass sie diese Programme, dass sie die Konten der unter 16-jährigen Nutzer stören. Das wird jetzt als riesen Triumph gefeiert. Ich frage mich, ob das überhaupt durchsetzbar ist. Viele Eltern jubeln. Auch ich habe so ein innerliches Einverständnis mit dieser Massnahme. Aber am Ende muss ich auch sagen, das ist die Verantwortung der Eltern. ihren Kindern hier einen verantwortungsvollen Gebrauch beizubringen. Und ich sage immer, schauen alle nur noch Social Media, ja dann bist du offensichtlich zu wenig interessant. Ist doch eine Herausforderung, wenn alle diese Bombschips fürs Hirn konsumieren, diese Social Media. Natürlich ist das ein leichter Konsum, wenn man Schokolade isst die ganze Zeit, ist ja auch nicht gesund, aber... Macht trotzdem Spass, gelegentlich, einfach wenn es zu viel ist. Aber wenn eben die Kinder oder andere nur nach Social Media schauen und nicht beispielsweise mit mir reden oder meiner Zeitung reden, ja, dann ist das ja nicht der Fehler der Social Media. Dann muss ich mir ja die Frage stellen, was ich machen muss, um die Aufmerksamkeit der Betreffenden wieder zurückzuholen. Und deshalb sind diese Verbote natürlich immer etwas Zweischneidiges. Meine Damen und Herren, das war's von... Weltwoche Daily Schweiz. Ich wünsche Ihnen einen tollen Einstieg in den Tag und bleiben Sie zuversichtlich mit oder ohne Social Media. Gleich gibt es die internationale Ausgabe. Mal sehen, was mir da noch alles einfällt. Bis gleich.